Tipps zum Bepflanzen der Dachterrasse von Immonet

Bepflanzen der Dachterrasse

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Wenn die ersten Tulpen und Narzissen ihre Köpfe aus der Erde recken und die Vögel morgens zwitschern, zieht es Gartenbesitzer hinaus, um ihr grünes Refugium auf die Saison vorzubereiten. Doch auch wer einen Balkon oder eine Dachterrasse besitzt, möchte sie für entspannte Stunden unter freiem Himmel verschönern. Vor allem Dachgärten bieten mit ihrem oft großzügigen Platzangebot zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch einige Besonderheiten, auf die der Hobbygärtner achten sollte, wenn er seinen Garten in luftiger Höhe anlegt.

Dachterrasse muss viel aushalten

Starker Wind und Luftverwirbelungen, pralle Sonne, Schnee und Regen, all das müssen Pflanzen, Möbel und Dekorationen aushalten. Wer sich also nicht über abgeknickte Rosenstämmchen und vertrocknete Blumen ärgern möchte, sollte genau planen, welches Grün den Dachgarten zum Leben erwecken soll. Zudem erspart eine gewissenhafte Vorarbeit unnötiges Schleppen; denn alles, was später zu einer angenehmen Atmosphäre beiträgt, muss erst einmal hinauftransportiert werden.

Wie soll die Dachterrasse aussehen?

Zunächst sollte man sich überlegen, in was für einem Garten man entspannen möchte und den Stil als roten Faden für die Auswahl von Pflanzen und Gestaltungselementen nutzen. Soll es ein exotisch asiatischer Rückzugsort mit Bambus, Azaleen und Ahorn werden, der mediterran gestaltete "Innenhof" mit Lavendel, Olivenbäumchen und Bougainvillea oder doch lieber ein blühendes Paradies in Anlehnung an den klassischen Bauerngarten, mit Stauden, Rosen, Kräutern und Gemüse? Je nach Platzangebot sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Selbst Obstgehölze und Nadelbäumchen können dank moderner Kleinzüchtungen auf Dachterrassen stehen.

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Vor Wind schützen

In jedem Fall sollte die Planung einen windgeschützten Bereich umfassen, vorzugsweise in der südöstlichen Ecke der Terrasse. Steht kein "natürlicher" Schutz durch eine Hauswand zur Verfügung, können dichte Hecken, über Eck angeordnet, einen ähnlichen Effekt erzielen. Fertige Heckenelemente aus Rotbuche, Eibe oder Kirschlorbeer schaffen eine gemütliche Atmosphäre und sind pflegeleicht. Auch Wein oder Efeu an Spalieren eignen sich als schützende Elemente und begrünen zudem kahle Hauswände.

Allerdings ist bei Kletterpflanzen Vorsicht geboten, da sie Putz und Mauerwerk angreifen können. Als Sichtschutz auf kleinen Dachterrassen oder Balkonen eignen sich hochwachsende Gräser wie Seggen oder Reitgras und bestimmte Baumbuszüchtungen. Grundsätzlich machen sich winterharte Gräser und Gehölze auf Dachgärten gut. Sie schaffen Struktur, sorgen für Abwechslung in der Höhengestaltung und sind, wenn sie immergrün sind, auch im Winter ein Blickfang. Wacholder, Scheinzypressen oder Berberitzen sind dabei beinahe unverwüstlich.

Auch bei der Auswahl der blühenden Dachbewohner sind kaum Grenzen gesetzt. Stauden, Zwiebelpflanzen und Sommerblumen gibt es in unzähligen Farben und Formen und sie fühlen sich in Kübeln und Töpfen meist ebenso wohl, wie im Beet. Allerdings sollten sie Sonne mögen und nicht zu anfällig für Windböen sein. Glockenblumen, die schwarzäugige Susanne, Vergissmeinnicht, Begonien, Margeriten oder Petunien sind echte Blüwunder; Geranien halten auch einmal ein paar trockene Tage aus und Hortensien sind mit ihren sterilen Blüten sogar für Allergiker geeignet. Rosenfreunde sollten auf ein ausreichend hohes Pflanzgefäß achten, da sie, wenn sie nicht im Beet stehen, sehr tief wurzeln. Winterharte mediterrane Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin verbreiten an lauen Sommerabenden einen Duft von Urlaub. Wer sich dann auch noch einen frischen Salat zusammenstellen will, zieht Paprika und Tomaten.

Wer seiner Dachterrasse ein echtes Gartenfeeling verleihen möchte, rundet den Pflanzenreigen noch mit Bodendeckern wie Zwergmispeln oder Knöterich, Hauswurz und Phlox in flachen Schalen ab.