Altlasten und Bodengutachten

Altlasten und Bodengutachten
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Die Beschaffenheit des Bodens spielt eine wichtige Rolle. Wenn das Bauland vorher gewerblich genutzt wurde, sollten Sie nachfragen, ob es ein Bodengutachten gibt, um Altlasten auszuschließen.

Altlasten per Gesetz

Altlasten sind für jeden Bauherren ein Albtraum. Sichern Sie sich also unbedingt im Vorfeld ab, dass das Grundstück frei von Altlasten ist. Hinweise erhalten Sie beim Altlasten-Kataster der Umweltbehörde. Was als Altlasten bezeichnet wird, bestimmt das Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG). Gemäß diesem Gesetz sind Altlasten beispielsweise stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen. Altlasten sind aber auch andere Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt oder gelagert wurden. Ebenfalls zu den Altlasten zählen Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen gearbeitet wurde.

Einstufung von Altlasten

Altlasten werden nur als solche anerkannt, wenn durch Untersuchungen des Bodens oder des Grundwassers eine Verunreinigung nachgewiesen werden kann. Gibt es lediglich unbewiesene Hinweise auf Altlasten, wird die Fläche nur als Altlasten-Verdachtsfläche bezeichnet.

Altlasten nachweisen

Wenn Sie zum Nachweis von Altlasten einen Fachmann beauftragen, kostet Sie das rund 1.000 Euro. Dennoch sollten Sie beim Verdacht auf Altlasten dieses Geld investieren Lässt sich der Verkäufer nicht auf die Prüfung auf Altlasten ein, verlangen Sie die Erweiterung der gesetzlichen Verjährungsfrist von einem Jahr auf mindestens fünf Jahre. Altlasten und die Kosten der Beseitigung sollten im Kaufvertrag eindeutig geregelt sein. 

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