Gesund schlafen mit der richtigen Bettdecke

Bettdecke: Gesund schlafen

© Inter IKEA Systems B.V. 2017

Was für ein Genuss: Sich in ein wohlig-warmes Bett zu kuscheln, wenn es draußen stürmt und schneit. Doch wer sich gut betten möchte, sollte nicht nur darauf achten, worauf er liegt. Für einen erholsamen Schlaf ist entscheidend, unter welcher Bettdecke Sie sich einmummeln. Das Immobilienportal Immonet gibt Tipps zum Kauf.

Anforderungen für die Bettdecke

Während Sie Ihre Augen schließen und sich ausruhen, leistet die Bettdecke Schwerstarbeit: Denn sie muss während des Schlafes warm halten und gleichzeitig vor dem Auskühlen schützen. Das heißt, eine gute Bettdecke sollte die Körperwärme aufnehmen und diese weder zu langsam noch zu schnell wieder abgeben. Gleichzeitig sollte sie viel Feuchtigkeit aufnehmen können, denn Schlafende scheiden bis zu einem halben Liter Flüssigkeit pro Nacht aus – und diese gelangt in die Decke. Zudem muss sich die Bettdecke auch gut anfühlen und angenehm anschmiegen, nicht zu unbeweglich sein oder schwer auf dem Körper lasten.

Vielfalt an Materialien

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt auch bei der Auswahl an Materialien. Ein Überblick:

Daunen und Federn

Die gängigste Füllung besteht aus Federn und Daunen. Am hochwertigsten sind die mit Gänsedaunen. Durch ihre spezielle Beschaffenheit hat eine Gänsedaune die Fähigkeit auch bei sparsamer Füllung sehr wärmend zu wirken, zudem befördert sie die Feuchtigkeit schnell nach außen. Nachteil: In der Anschaffung sind Gänsedaunen die teuersten aller Federbetten. Eine preiswerte Alternative können Entenfedern sein. Weil Entenfedern anders beschaffen sind als Gänsedaunen, muss die Füllmenge größer sein, um den gleichen Effekt zu erreichen. Manch einer entscheidet sich für Mischfüllungen, hierbei werden Entenfedern mit Gänsedaunen verarbeitet.

Synthetische Fasern zum Kuscheln

Inzwischen gibt es aber auch eine große Auswahl an alternativen Materialien. So kann man Bettdecken auch mit synthetischen Fasern füllen. Großer Vorteil von synthetischen Fasern: Sie sind waschbar und zum Teil sogar für die Kochwäsche geeignet. Dadurch kann man Hausstaubmilben bekämpfen und Allergien vorbeugen. Zudem sind sie bei gleicher Wärmeleistung oftmals leichter als Daunendecken. Ein weiterer Pluspunkt: Synthetische Fasern sind günstiger als Bettdecken mit natürlichen Füllmaterialien.

Wolle als Variante

Wer es lieber natürlich möchte und dabei auf das Federvieh verzichten will, kann zum Beispiel zur Decke aus Schafschurwolle greifen. Auch diese kann viel Feuchtigkeit speichern, ohne klamm zu werden und besitzt einen hohen Selbstreinigungseffekt. Nachteil: Schurwolle ist in der Regel nicht besonders weich und nur bedingt waschbar.

Schlummern à la Kamel oder Ziege

Eine Alternative bietet sich Kamelhaar an. Das besonders anschmiegsame Füllmaterial, ist dazu fähig unterschiedliche Temperaturen auszugleichen. Wer es exklusiv liebt, wählt Kaschmir – das wohl wertvollste Edelhaar. Das Ziegenhaar gilt als extrem anschmiegsam und hautsympathisch. Nachteil von Kamel- oder Ziegenhaar: Bettdecken mit dieser Füllung sind in der Anschaffung teuer und waschbar sind beide nicht.

Gänsefedern im Test ganz vorn

Was Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung betrifft, kommt die Stiftung Warentest zu dem Ergebnis, dass hochwertige Daunendecken am besten abschneiden. Ganz vorn im Test liegen dabei Gänsedaunen. Allerdings sollten Sie bei der Anschaffung auf den Preis achten: Denn eine hochwertige Gänsedaunen-Bettdecke ist kaum unter 200 Euro zu haben. Wird sie wesentlich günstiger angeboten, sollte man beim Kauf vorsichtig sein.

Wissenswertes für jede Decke

Egal für welches Material Sie sich entscheiden, in Sachen Bettdecke sollten Sie einige allgemeine Regeln beherzigen.

Wärme:
Das Wärmebedürfnis ist bei jedem unterschiedlich. Wählen Sie für jedes Familienmitglied eine Bettdecke nach individuellen Bedürfnissen. Besonders schlanke Menschen haben oftmals ein größeres Wärmebedürfnis als schwere Personen. Wer im Winter bei geöffnetem Fenster schläft, braucht ebenfalls eine gute Wärmeisolierung.

Feuchtigkeit:
Gute Bettdecken gewährleisten eine ausreichende Feuchtigkeitsregulierung. Wer nachts schwitzt, sollte eher zur Daunendecke greifen. Sie leitet die Feuchtigkeit besser ab als Synthetikdecken. Die Hülle sollte zu 100 Prozent aus Baumwolle bestehen. Mischgewebe oder Kunstfasern nehmen Schweiß schlechter auf.

Größe:
Eine gute Bettdecke ist mindestens so groß, dass sie den ganzen Körper einhüllt. Das Standardmaß 1,35 Mal 2 Meter reicht für eine Körpergröße bis etwa 1,80 Meter. Wer größer ist, sollte die Maße 1,55 Mal 2,20 Meter wählen

Pflege: Alle Daunen- und Synthetikdecken sind waschbar. Haushaltsübliche Waschmaschinen und Wäschetrockner sind allerdings zu klein für Daunendecken. Stattdessen sollten Sie entweder Großraumgeräte im Waschsalon aufsuchen oder die Bettdecke in der Wäscherei reinigen lassen. Pflegehinweise finden sich auf dem Etikett.

Haltbarkeit:
Jede noch so gute Bettdecke hat irgendwann ihre Dienste getan. Die Experten von Stiftung Warentest raten, die Bettdecke alle acht bis zehn Jahre auszutauschen.

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