Bausparen: Solider Weg zum Eigenheim

Bausparen
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Im November 2013 hat die Stiftung Warentest dem Bausparen gute Noten ausgestellt. Allerdings gilt das nur, wenn Anleger mit dem eingezahlten Geld tatsächlich eine Immobilie finanzieren möchten. Als reine Geldanlage rechnet sich ein Bausparvertrag in der Regel nicht.

Niedrige Zinsen in der Spar- und Finanzierungsphase

In der Ansparphase gewähren Bausparkassen ihren Kunden mit durchschnittlich 0,5 bis 1,5 Prozent vergleichsweise geringe Zinsen. Hinzu kommen eine verhältnismäßig hohe Abschlussgebühr und – je nach Anbieter – unter Umständen Kontogebühren. Doch das Knausern mit den Sparzinsen rechnet sich für die Kunden. Denn sie profitieren andererseits auch von den minimalen Zinsen für gewährte Darlehen. Aktuell bewegen sie sich bei etwa 2,75 bis 3,75 Prozent der Darlehenssumme.

Zinssicherheit zu jeder Zeit

Größter Vorteil des Bausparens dürfte die vertraglich zugesicherte Zinssicherheit sein. Denn die niedrigen Zinsen für ein Darlehen gewähren die Bausparkassen unabhängig davon, wie sich der Kapitalmarkt entwickelt. Die Stiftung Warentest bescheinigt dem Bausparen, dass kein anderes Finanzprodukt eine solche Zinssicherheit zu bieten hat.

Augen auf bei Tarif und Summe

Wie so oft, liegt der Teufel beim Bausparen im Detail. Bevor potenzielle Häuslebauer einen Vertrag abschließen, sollten sie genau prüfen, welcher Tarif und welche Bausparsumme für sie richtig sind. Wählt ein Sparer eine hohe Bausparsumme, entscheidet sich aber für eine niedrige Sparrate, vergehen unter Umständen Jahrzehnte, bis ein Vertrag Zuteilungsreife erlangt. Spart er mehr als erforderlich, büßt ein Sparer womöglich einen Teil seines Darlehensanspruchs ein. Anleger können das Angebot einer Bausparkasse am bestehen mit Hilfe eines Spar- und Tilgungsplanes prüfen. Die Stiftung Warentest hat zum Thema gestestet.

Staat hilf beim Sparen

Ein weiterer Vorteil beim Bausparen: Der Staat hilft mit beim Sparen. Und das gleich auf mehrfache Art und Weise. So zahlt der Staat Singles und Ehepaaren, die unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen bleiben, jährlich eine Prämie, um die Schaffung von Wohneigentum zu fördern. Doch auch, wer die Einkommensgrenze überschreitet, kann sich den Staat beim Bausparen ins Boot holen. Zum Beispiel beim sogenannten Wohn-Riester.

Vor- und Nachteile von Riester-Bausparverträgen

In einem Finanztest-Vergleich bescheinigte die Stiftung Warentest im November 2013 dem Wohn-Riester gute Ergebnisse bei der Baufinanzierung. Als Sparvertrag sollten Anleger aber die Finger von Riester-Bausparverträgen lassen. Je nach Einkommen, Zahl der Kinder und Vertragsgestaltung fördert der Staat Riester-Bausparverträge. Größter Nachteil: Wohn-Riester ist relativ kompliziert. Aber in der Option auf ein günstiges Immobiliendarlehen liegt das große Plus der Bausparverträge.

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