Tipps von Immonet zum Pflanzen eines Baumes

So pflanzt man einen Baum

© David Vig / Unsplash

Konfuzius sagt: Wer einen Baum pflanzt, wird den Himmel gewinnen. Das kann Immonet nicht versprechen. Aber das Immobilienportal verrät die wichtigsten Tipps rund ums Baumpflanzen.

Die richtige Sorte

Ob knorriger Obstbaum, mächtiger Laubbaum oder immergrüner Nadelbaum: Die Riesen des Waldes machen sich auch im Garten gut. Ausgewachsen können sie als Sichtschutz bei der Gartenplanung einbezogen werden. Größere Laubbäume wie Buchen oder Linden dienen im Sommer als Klimaanlagen: Sie sorgen für die Verdunstung von bis zu 500 Liter Wasser täglich und verbrauchen dabei rund 300.000 Kilokalorien. Diese Kühlleistung entspricht einem Heizwert von zum Beispiel 35 Liter Heizöl. Ein großer Baum spendet Schatten und verbessert allgemein das Klima indem er Staub bindet.

Es gibt also viele Gründe, einen oder sogar mehrere Bäume in den eigenen Garten zu pflanzen. Doch nicht alle Arten fühlen sich in jedem Garten wohl.

Welcher Baum ist für meinen Garten geeignet?

Bevor Sie sich für einen Baum entscheiden, sollten Sie sich über die Bodenverhältnisse informieren. Zu beachten sind hierbei der pH-Wert, die Wasserspeicherkapazität oder der Humusanteil. Ein Ahorn zum Beispiel mag den Boden nicht zu sauer, ein Walnussbaum nicht zu nass.

Welcher Standort ist geeignet?

Vor allem Bäume, die sehr groß werden, müssen in ausreichendem Abstand zum Haus, zur Straße oder zum Nachbarn gepflanzt werden. Unterschätzen Sie nicht, wie sich die Wurzeln im Laufe der Jahre ausbreiten. Planen Sie zum Beispiel bei Obstbäumen mindestens fünf Meter Abstand zum nächsten Baum ein, damit sich die Krone entfalten kann.

Beachten Sie die Lichtverhältnisse am geplanten Standort, bevor Sie eine Baumart auswählen. Es gibt Lichtbaumarten (zum Beispiel Birke), Halbschattbaumarten (zum Beispiel Rosskastanie) und Schattenbaumarten (zum Beispiel Tanne).

Wann soll ich meinen Baum pflanzen?

Containerpflanzen können rund ums Jahr gepflanzt werden, nur nicht während einer Frost- oder einer Trockenperiode. Containerpflanzen sind oft kostspieliger als Wurzelware. Für Obstbäume bieten sich Oktober und November (vor dem ersten Frost) als Pflanzzeit an. Immergrüne, winterharte Bäume sowie Laubgehölze (im unbelaubten Zustand) pflanzt man am besten mitten im Herbst oder in der zweiten Frühlingshälfte. Erkundigen Sie sich im Fachhandel nach der passenden Pflanzzeit für Ihren Baum.

Die passenden Pflanzen

Bereiten Sie das Pflanzloch für Ihren neuen Baum gut vor. Es gilt: Das Loch soll sowohl in der Breite als auch in der Höhe doppelt so groß wie der Ballen sein. So stellen Sie sicher, dass keine Wurzeln oder großen Steine das Wachstum behindern. Befreien Sie den Ballen von der Hülle, auch wenn diese kompostierbar ist – verrottendes Material kann die Wasserverteilung behindern. Er wird nun in das Loch gehoben und das Loch mit Pflanzerde aufgefüllt. Der Ballen schließt mit der Oberfläche ab.

Großes Gehölz muss in der Regel verankert werden, etwa mit Holzpfählen. Diese dürfen nicht in den Ballen geschlagen werden. Verbunden werden Baum und Verankerung mit Naturmaterialien wie Sisal- oder Kokosschnur. Nun den neuen Gartenbewohner noch kräftig wässern, ihn individuell pflegen – und beim Wachsen zuschauen.