Der Bauvertrag: Während der Bauphase Überraschungen vermeiden

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Vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung eines bezugsfertigen Hauses ist es ein langer Weg. Damit der Bauherr während der Bauphase auf der sicheren Seite ist, sollte er sich gründlich über seine Rechte informieren.

Vor der Bauphase

Für angehende Bauherren ist es besonders wichtig, sich vor der Unterzeichnung der Bauverträge sorgfältig mit den aufgeführten Klauseln auseinanderzusetzen. Manche Baufirmen formulieren absichtlich unpräzise Klauseln, fügen unzulässige ein oder definieren wichtige Bauleistungen gar nicht erst. Laut Verbraucherschutz gibt die Hälfte aller Bauverträge Grund zur Beanstandung. Am besten ist es daher, den Bauvertrag vor der Unterzeichnung einem Anwalt vorzulegen, der sich auf Baufragen spezialisiert hat.

Während der Bauphase

Wenn Sie einen Architekten mit dem Bauvorhaben beauftragen, sollte auch ein Mustervertrag mit wachsamem Auge überprüft werden. Es sollte aufgeführt werden, wie weit der Architekt das Bauvorhaben begleiten soll und in welcher Höhe die Kosten für das Bauvorhaben maximal liegen sollen. Wichtig ist vorher vertraglich festzulegen, wann Honorarzahlungen vor und während der Bauphase fällig werden. Es sollten daher genaue Termine für bestimmte Leistungen festgelegt werden. Grundsätzlich gilt: Was nicht im Bauvertrag festgehalten wird, muss auch nicht als Leistung erbracht werden. Kommt es zu Streitigkeiten, ist ein präzise geführtes Bautagebuch eine verlässliche und hilfreiche Dokumentation.

Überwachung des Bauvorhabens

Wenn Sie von Anfang an nichts falsch machen möchten und außerdem keine Zeit haben, um ständig auf der Baustelle zu sein, sollten Sie überlegen, ob Sie nicht die Dienstleistung eines Bausachverständigen in Anspruch nehmen. Bei vielen Bauvorhaben treten Mängel auf, deren Folgekosten schnell hohe Beträge erreichen können.

Der Bausachverständige überwacht das Bauvorhaben und stellt sicher, dass die Interessen des Bauherrn gewahrt werden. Wenn Sie Ihr Bauvorhaben mit einem Architekten verwirklichen, kann auch er die einzelnen Leistungen während der Bauphase überwachen.

Gewährleistung nach der Bauabnahme

Mängel an Ihrem Haus können auch nach der Abnahme noch ans Tageslicht kommen. Bauverträge, die mit Handwerkern geschlossen werden, sollten daher eine vierjährige Gewährleistungsfrist beinhalten. Bauverträge, die nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch abgeschlossen werden, enthalten grundsätzlich eine fünfjährige Frist. Wenn mit einer längeren Gewährleistungsfrist geworben wird, sollte der Bauherr überprüfen, ob sich diese auch im Bauvertrag wieder findet. Bei allen Mängeln empfiehlt sich unbedingt eine Reklamation per Einschreiben. Innerhalb einer angemessen Frist bekommt der Auftragnehmer dann die Möglichkeit, die Mängel zu beheben.

Tipp: Wenn das Ende der Gewährleistungsfrist naht, sollte der Bauherr das Haus kritisch auf Feuchtigkeit oder Leckagen überprüfen.

Wissenswertes rund um den Hausbau und die Bauphase finden Sie beim Bauherrenschutzbund.

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