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Wollen Sie ein Haus kaufen, benötigen Sie Baugeld. Dies setzt sich aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammen. Erfahren Sie hier, wie Sie die Höhe des nötigen Baugelds berechnen, was Sie für eine Baufinanzierung benötigen und wie Sie dabei sparen können.

  • Baugeld wird oft synonym zum Begriff Baufinanzierung verwendet. Tatsächlich umfasst es aber sowohl Eigen- als auch Fremdkapital, also alle finanziellen Mittel, die Sie für Ihren Hausbau benötigen.
  • Typischerweise stammt das Fremdkapital für den Hausbau oder Immobilienkauf aus einem Annuitätendarlehen.
  • Die Höhe des benötigten Baugeldes ergibt sich aus der Summe der Kosten für das Grundstück, den Hausbau sowie sämtlichen Nebenkosten, zu denen auch die Finanzierungskosten gehören.
  • Wie teuer Baugeld ist, hängt vor allem von den Zinsen ab. Je geringer diese ausfallen, desto günstiger ist die Finanzierung der Immobilie. Daher lohnt sich ein ausführlicher Vergleich.
  • Baugeld sparen können Sie mit möglichst viel Eigenkapital, einer hohen Tilgungsrate und dem Abruf staatlich geförderter Darlehen.

Im Durchschnitt kostet der Bau eines Einfamilienhauses in Deutschland 320.000 Euro – mit  einer Wohnfläche von 160 Quadratmetern und einem 850 Quadratmeter großen Grundstück. Um die Höhe des benötigten Baugeldes für Ihr Eigenheim zu berechnen, müssen Sie folgende Kostenpunkte addieren:

  • Grundstück: Das Grundstück nimmt durchschnittlich 40 Prozent der gesamten Hausbaukosten ein. Zum Kaufpreis kommen die Nebenkosten wie Maklergebühr, Notarkosten, Eintragung der Grundschuld oder Grunderwerbsteuer hinzu.
  • Hausbau: Der Hausbau an sich verschlingt das meiste Baugeld. Je nach Haustyp, Ausstattung und Baupartner variiert die Summe stark.
  • Baunebenkosten: Zu den Baukosten kommen noch einmal Nebenkosten in Höhe von bis zu 20 Prozent hinzu, unter anderem für die Erschließung, die Baugenehmigung, die Planungskosten, die Einrichtung der Baustelle oder Pflichtversicherungen für Bauherren.

 

Die Kalkulation ist einer der ersten Schritte bei der Hausbauplanung und Voraussetzung für eine erfolgreiche Baufinanzierung. Holen Sie sich Hilfe von einem Fachmann bzw. einer Fachfrau, um die Höhe des nötigen Baugeldes zu berechnen. Das können zum Beispiel unabhängige Finanzierungsberater sein, oder – falls Sie mit einem Full-Service-Hausbauer zusammenarbeiten – Ihr dortiger Kundenfachberater.

Bei den Kosten für das Baugeld sind vor allem die Zinsen gemeint. Je höher die Zinsen, desto teurer wird die Baufinanzierung und desto mehr Baugeld benötigen Sie. Die Höhe der Zinsen ergibt sich zum einen daraus, wie die Bank Ihre finanzielle Situation bewertet. Je höher Ihr regelmäßiges Einkommen und je besser Ihre Kreditwürdigkeit ist, desto günstigere Konditionen erhalten Sie für Ihren Kredit.

Zum anderen hängt der Zinssatz davon ab, wie die Bauzinsen sich generell entwickeln. Sind die Zinsen gerade niedrig – wie das in der aktuellen Niedrigzinsphase der Fall ist –, sollten Sie einen Baukredit mit möglichst langer Zinsbindung wählen. Ist damit zu rechnen, dass die Bauzinsen weiter fallen, ist eine kurze Zinsbindungsfrist von Vorteil.

Um Baugeld bzw. eine Baufinanzierung zu erhalten, müssen Sie einige formale Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel volljährig sein und einen Wohnsitz in Deutschland haben. Entscheidend ist, welche Sicherheiten Kreditnehmer mitbringen. Ein regelmäßiges Einkommen ist die Grundvoraussetzung für ein Darlehen. Da das Haus dem Kreditgeber als Sicherheit dient, spielt auch der zu erwartende Wert der Immobilie eine Rolle. Und nicht zuletzt sollten Sie selbst einen Teil des Baugeldes aufbringen können. Eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital ist nur bei einem sehr hohen sowie sicheren Einkommen möglich und birgt viele Risiken.

Kaum ein Bauherr kann völlig auf Fremdkapital verzichten. Mit folgenden Tipps halten Sie die Kosten für das geliehene Baugeld gering.

1. Baugeld-Vergleich anstellen

Um möglichst wenig für fremdfinanziertes Baugeld zu zahlen, sollten Sie unbedingt verschiedene Anbieter und deren Zinssätze vergleichen. Schon eine Nachkommastelle kann bei der Baufinanzierung einen Unterschied von mehreren Tausend Euro ausmachen. Nutzen Sie unseren Baugeldrechner, um die Zinssätze zu variieren und eine Vorstellung der Finanzierungskosten zu erhalten. Anschließend können Sie bis zu drei Anbieter auswählen und kostenlose sowie unverbindliche Angebote einholen.

Finanzierungsrechner

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Tipp: So vergleichen Sie Zinsen richtig

Achten Sie beim Anbieter-Vergleich für Ihr Baugeld auf den effektiven Jahreszins. Anders als beim Nominalzins sind hier bereits weitere Kreditkosten (zum Beispiel die Bearbeitungsgebühr) eingepreist.

2. Möglichst viel Eigenkapital einbringen

Was Sie ebenfalls mit unserem Baugeldrechner durchspielen können: Je mehr Sie selbst zum Baugeld beisteuern können, desto günstiger wird die Finanzierung. Banken belohnen eine hohe Eigenkapitalquote mit attraktiven Konditionen, vor allem günstigen Zinsen. Die Kauf- und Baunebenkosten in Höhe von 15 bis 20 Prozent sollten Sie auf jeden Fall aus eigener Tasche zahlen können, besser ist ein noch höherer Eigenanteil.

3. Die Laufzeit kurz wählen

Je schneller Sie tilgen (je höher der Tilgungssatz ist), desto weniger Zinsen müssen Sie für das Baugeld zahlen und desto günstiger wird die Immobilienfinanzierung. Der Nachteil einer kürzeren Laufzeit sind die hohen monatlichen Raten, die sich meist nur Gutverdiener leisten können. Achten Sie darauf, dass Sie sich mit den monatlichen Ausgaben für Tilgung und Zinsen nicht übernehmen und planen Sie genügend Puffer für unvorhersehbare Belastungen ein. Unser Budgetrechner hilft beim Kassensturz.

4. Förderungen nutzen

Der Staat fördert die Bildung von Wohneigentum mit mehreren Programmen. Nutzen Sie vor allem zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), um Ihr Baugeld zu schonen. Nicht alle Bankberater sprechen die Angebote der KfW von sich aus an, sondern stellen zuerst die hauseigenen Leistungen vor. Fragen Sie gezielt danach.

Viele Bundesländer und Gemeinden bieten zusätzliche Zuschüsse, die Ihr Baugeld erhöhen. Auch hier gilt: Nicht alle Bankberater kennen und empfehlen diese Möglichkeiten. Werden Sie daher selbst aktiv und informieren Sie sich über die regionalen Fördermöglichkeiten. Auskunft erhalten Sie bei den Landesbanken und in der Bauverwaltung Ihrer Stadt oder Gemeinde.  

5. Mit Eigenleistungen sparen

Achtung, dieser Tipp ist nur für Menschen mit viel handwerklichem Geschick und genügend Zeit: Wenn Sie beim Hausbau selbst mitanpacken, können Sie die Kosten senken und auch beim Baugeld sparen. Viele Banken rechnen Eigenleistungen in Form der sogenannten Muskelhypothek an. Die Folge: bessere Konditionen für Ihre Baufinanzierung.

6. Auf das Timing achten

Die Baufinanzierung ist ein Spezialfall der Immobilienfinanzierung, denn in der Regel wird die Darlehenssumme in mehreren Schritten ausbezahlt. Diese richten sich nach den Bauabschnitten, zum Beispiel die Fertigstellung des Rohbaus, des Dachs oder des Innenausbaus. Achten Sie daher auf einen detaillierten Bauplan. Kommt es zu Verzögerungen und Sie können den nächsten Teilbetrag nicht rechtzeitig abrufen, erhebt die Bank oft Bereitstellungszinsen, die zusätzliches Baugeld erfordern.

Wer für diesen Mehraufwand aufkommt, hängt vor allem davon ab, wie und mit wem Sie bauen. Achten Sie beim Abschluss des Bauvertrages darauf, dass das Bauunternehmen für Verzögerungen haftet.

7. Sondertilgungen vereinbaren

Baugeld sparen können Sie auch mit Sondertilgungen, also der außerplanmäßigen Tilgung eines Teils der Kreditsumme. Mit dieser Möglichkeit können Sie unverhofften Geldsegen für eine schnellere Rückzahlung Ihres Immobilienkredits verwenden und somit Zinsen sparen.

Baukindergeld als Sondertilgung

Vor allem für Familien ist die Möglichkeit zur Sondertilgung relevant: Sie können Baukindergeld beantragen. Diese staatliche Finanzspritze in Höhe von 1.200 Euro pro Kind und Jahr gibt es allerdings erst nach dem Einzug ins Eigenheim, weshalb sie nicht als Eigenkapital eingerechnet werden kann, sich aber hervorragend für Sondertilgungen eignet.

Baugeld ist ein Thema, das Sie vermutlich mehrere Jahrzehnte lang beschäftigt, bis Ihre Immobilie vollständig abbezahlt ist. Spätestens nach Ende der Sollzinsbindung wird es wieder relevant. Dann steht die Anschlussfinanzierung der noch offenen Restschuld an. Für Darlehensnehmer, die Ihren Kreditvertrag vor mehr als zehn Jahren geschlossen haben, ist dies ein erfreuliches Thema, denn sie profitieren von dem mittlerweile stark gefallenen Zins.

Generell sollten Sie ein Baudarlehen erst nach Ende der Zinsbindung kündigen. Anderenfalls erheben Banken eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Ausnahme: Das Darlehen läuft seit mehr als zehn Jahren, denn dann kommen Sie gemäß § 489 BGB immer aus dem Vertrag, solange Sie eine Frist von sechs Monaten wahren und die Restschuld vollständig tilgen.

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