Was Sie beim Kauf von Ferienimmobilien beachten sollten

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Unter südlicher Sonne reift bei vielen Urlaubern schnell der Entschluss, eine Immobilie zu kaufen. Doch so eine wichtige Entscheidung braucht Zeit. Denn gerade bei Auslands- und Ferienimmobilien gilt, nichts überstürzen und alles genau überprüfen.

Ferienimmobilien: Preis hinterfragen

Im Gegensatz zum deutschen Immobilienmarkt befinden sich die Preise für Auslands- und Ferienimmobilien vielerorts auf Rekordniveau. Experten sprechen von einer „Spekulationsblase“ und warnen davor, sich ohne ausreichende Informationen zum Kauf von Ferienimmobilien zu entschließen. Angebote von 50.000 Euro für Ferienimmobilien im sonnigen Süden können trügerisch wirken - erst recht angesichts des Preisauftriebs für Immobilien in Deutschland. Jedoch könnte es passieren, dass sich hinter diesen Preisen Ferienimmobilien verbergen, die höchstens im Sommer bewohnbar sind. Es empfiehlt sich daher, vor dem Kauf von Auslandsimmobilien oder Ferienimmobilien ein Baugutachten erstellen zu lassen.

Ferienimmobilien: Knackpunkt Vorvertrag

Eine typische Falle, in die Urlauber beim Kauf von Ferienimmobilien oft tappen. In vielen südlichen Ländern ist ein Vorvertrag für den Kauf von Ferienimmobilien bereits verbindlich. Und ein Notarbesuch ist anders als in Deutschland für die privatrechtliche Verpflichtung nicht zwingend notwendig. In vielen Ländern muss ein Vorvertrag noch nicht einmal eine bestimmte Form haben. Es genügt ein handgeschriebener Zettel - und der Kauf ihrer neuen Ferienimmobilie ist bereits verbindlich.

Tipp: Lassen Sie sich von einem Makler oder Verkäufer beim Kauf von Ferienimmobilien niemals unter Druck setzen. Auch wenn Sie von den angebotenen Ferienimmobilien spontan begeistert sind, prüfen Sie den Vorvertrag genau. Denn in einigen Ländern ist es üblich, dass bei einem Vorvertrag eine Anzahlung von bis zu 30 Prozent geleistet werden muss. Wenn das Geschäft später platzt, sind das Geld und Ihre Ferienimmobilie für Sie für immer verloren.

Ferienimmobilien im Ausland: Achtung, Mehrkosten

Die Kauf- und Finanzierungskosten für Ferienimmobilien im Ausland sind deutlich höher als in Deutschland. Als Käufer können Sie bei uns fest mit einem kalkulierten Aufschlag von zehn Prozent rechnen. Ganz anders sieht es da beispielsweise beim Kauf von Ferienimmobilien in Frankreich aus. Für Erwerbssteuern, Maklercourtage, Notargebühren, Übersetzungen und andere Posten kommen locker noch einmal 30 Prozent Mehrkosten für Ferienimmobilien auf Sie zu. Keinesfalls unterschätzen sollten Sie zudem die laufenden Nebenkosten für die Verwaltung von Ferienimmobilien.

Beispiel: Liegen Ferienimmobilien dicht an einem waldbrandgefährdeten Gebiet, müssen Sie für die Gebäudeversicherung tief in die Tasche greifen. Wenn Sie statt kaufen nun lieber ein Urlaubsdomizil mieten möchten, schauen Sie sich doch einfach in unserem großen Ferienimmobilien-Angebot um.

Tipp: Für Allergiegeplagte verläuft der Urlaub nicht immer ohne Beschwerden. Hier erfahren Sie, welches Reiseziel je nach Allergie am besten zu Ihnen passt.

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