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Heizung kaufen: Darauf sollten Sie achten

Alte Heizungen erzielen nicht nur eine schlechte Umweltbilanz, sie verursachen auch hohe laufende Kosten. Sowohl für Neubauten als auch zur Modernisierung empfiehlt es sich daher, eine neue, passende Heizung zu kaufen. Lesen Sie, worauf Sie beim Heizungskauf achten sollten.

Der erste Schritt: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Heizsysteme

Eine Heizungsanlage kann nur dann mit einer hohen Effizienz arbeiten und zugleich maximalen Komfort im eigenen Zuhause garantieren, wenn sie tatsächlich zu den wohnlichen Gegebenheiten und dem Dämmstandard passt. Am Anfang eines Kaufs steht daher immer die Notwendigkeit, sich über den Markt und seine Möglichkeiten zu informieren, angefangen bei den verfügbaren Energiequellen:

  • Erdgas
  • Erdöl
  • Strom
  • Holz
  • Umweltenergie


Mit der Wahl der Energiequelle bestimmen Sie maßgeblich das spätere Heizsystem. Kaum überraschend sind es die Heizungen mit fossilen Energieträgern, welche mehr und mehr zum Auslaufmodell avancieren. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, um sie umweltbewusster und effizienter zu verwenden, beispielsweise mit der Brennwerttechnologie bei der Gasheizung.

Ebenso nehmen die folgenden Faktoren Einfluss auf die spätere Auswahl:

  • wie viel Fläche beheizt werden soll
  • ob das Heizsystem auch die Warmwasserbereitung übernehmen soll
  • welcher Zugang zu Energiequellen existiert
  • wie viel Platz vor Ort verfügbar ist
  • welchen Dämmstandard die Immobilie nutzt


Dazu gesellen sich Vorschriften vom Gesetzgeber. Über das EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) gibt dieser Vorgaben, zu welchen Anteilen erneuerbare Energien verwendet werden müssen. Wer für einen frisch gebauten Neubau eine Heizung kaufen möchte, kann sich also nicht nur auf Öl- oder Gas beschränken, sondern muss diese beispielsweise mit Solar, Wind/Wasser und vergleichbaren Umweltenergie-Kombinationen ergänzen. Notwendig ist das, um die Vorgaben zum Primärenergiebedarf zu erfüllen - dieser muss in Neubauten mindestens 30% niedriger als in Bestands-/Altbauten ausfallen.

Die passende Heizung kaufen: Die Modelle

Zwischen den Modellen existieren erhebliche Unterschiede bezogen auf Anschaffungs- und laufende Kosten. Letztere werden maßgeblich durch Wartung und genutztem Rohstoff verursacht. Hier ein kleiner Überblick:

Eine Pelletheizung arbeitet mit zusammengepressten Holzpellets. In der Anschaffung kosten sie 10.000 bis 15.000 Euro, die laufenden Kosten bei einer 9 KW Heizlast betragen rund 700 Euro. Davon entfallen etwa 400 auf die Rohstoffkosten und rund 300 auf die Heizungswartung.

Die Elektroheizung hingegen ist sehr günstig in der Anschaffung, sie gibt es schon ab 500 bis 1.000 Euro. Rohstoffe und Rohstofflager werden nicht benötigt, dafür ist sie an den aktuellen Strompreis gekoppelt und arbeitet mit einer niedrigen Effizienz. Das führt zu hohen laufenden Kosten. In einem 20 qm Raum sind jährlich mit 400 (energieeffiziente Dämmung) bis hoch zu 900 Euro (Altbau) zu rechnen. Wer eine Strom-Heizung kaufen möchte, kann diese für gewöhnlich also nur punktuell einsetzen, nicht als zentrale Heizanlage.

Dann gibt es natürlich noch Öl- und Gasheizungen, die sich relativ ähnlich sind. Die Öl-Heizungs-Kosten betragen in der Anschaffung rund 3.000 bis 4.000 Euro, für eine Gasheizung beziffern sie sich auf etwa 1.500 bis 2.000 Euro. Auch die laufenden Kosten sind sich ähnlich, hängen jedoch stark vom aktuellen Öl- oder Gaspreis ab. Bei einer 9 KW Heizlast würden etwa 1.800 Euro auf die Öl- und rund 1.200 Euro auf die Gasheizungen entfallen.

Wer seine Heizung erneuern oder eine Förderung für die Heizung erhalten möchte, hat die Möglichkeit, auf Heizsysteme mit erneuerbaren Rohstoffen zurückzugreifen, so beispielsweise Biomasse, Solarthermie oder Wärmepumpen. Solch eine Heizung zu kaufen kommt nur in Neubauten mit entsprechender Dämmung in Frage, da sie gegenüber Pellet-, Gas- und Ölheizung eine geringere Heizlast vorweisen. Schlechter gedämmte Altbauten würden sich damit also nicht warm halten lassen.

Intelligente Systeme werden mehr und mehr zum Standard

Eine Besonderheit zeigt sich bei der Heizungssteuerung. Immer häufiger werden heute Smart Home Systeme, intelligente Funksteuerungen oder gar eine Internetanbindung genutzt, um die Heizlast spezifischer auf die äußeren und inneren Umstände auszurichten. Diese lässt sich beispielsweise zu Stoßzeiten hochfahren, wenn alle Personen zuhause sind, oder aber automatisch absenken, wenn es die Außentemperatur erlaubt. So lassen sich laufende Kosten reduzieren.

Intelligente Heizsysteme vereinfachen die Wärmeregulierung.
© iStock

Tipps zum erfolgreichen Heizungskauf

  • konsultieren Sie Heizungsbauer und/oder Energieberater, um ein individuelles Heizkonzept gemäß der Immobilie entwerfen zu lassen
  • berücksichtigen Sie Wartungsverträge, welche viel Geld sparen können, wenn sich diese aus einer Hand beziehen lassen und der Monteur partnerschaftliche Verbindungen zum Hersteller des Modells unterhält
  • informieren Sie sich frühzeitig über Förderungen, beispielsweise 500 Euro von der BAFA für den Kesseltausch, Zuschüsse bis zu 15.000 Euro für Wärmepumpen oder bis zu 15% Investitionszuschuss von der KfW

Unser Tipp: Vor dem Heizungskauf empfiehlt es sich, einen Berater an die Hand zu nehmen. Aroundhome unterstützt Sie bei der Suche nach dem passenden Fachbetrieb in Ihrer Nähe. Der Service empfiehlt Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei Fachfirmen in Ihrer Region, aus denen Sie wählen können. Finden Sie so, den passenden Partner mit einem für Sie maßgeschneiderten Angebot und investieren so sicher in Ihre neue Heizungsanlage.

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