Wohnungsübergabe: Mängel und Schäden

Newsletter Button

Wer einen neuen Mietvertrag unterschrieben hat, möchte meist so schnell wie möglich umziehen. Vor jedem Ein- und Auszug steht zuerst die Wohnungsübergabe an.

Mieter und Vermieter sollten gemeinsam ein Wohnungsübergabeprotokoll erstellen, um Streitigkeiten über den Zustand der Wohnung wie zum Beispiel beschädigte Einrichtungsgegenstände oder notwendige Schönheitsreparaturen zu vermeiden.

Was gehört ins Übergabeprotokoll

Ob zu Beginn oder am Ende eines Mietverhältnisses – im Übergabeprotokoll können Mängel und Schäden genau dokumentiert werden. Für alle nicht aufgeführten Beschädigungen kann der Mieter andernfalls bei seinem Auszug haftbar gemacht werden. Denken Sie daran, Zählerstände der Wasseruhren, Heizung und Stromzähler festzuhalten. Einbauten und etwaige Mängel sollten für jeden Raum protokolliert werden. Alle zur Wohnung gehörenden Schlüssel werden persönlich an den Vermieter ausgehändigt.

Nicht vergessen: Die Anzahl der übergebenen Schlüssel sowie der noch nachzureichenden wird im Protokoll notiert. Tipp: Es ist sinnvoll, einen Zeugen zur Wohnungsübergabe mitzunehmen. Das Übergabeprotokoll muss am Ende des Termins von allen Parteien unterschrieben werden. Ein Musterprotokoll zum Download vom Deutschen Mieterbund finden Sie hier.

Auf triftige Mängel achten

Grundsätzlich ist der Mieter verpflichtet, die Wohnung laut den im Mietvertrag festgeschriebenen Vereinbarungen zurückzugeben. Grundsätzlich muss die Wohnung sauber und geräumt übergeben werden. Schäden, die durch unsachgemäße Behandlung verursacht wurden, müssen beseitigt sein. Während normale Abnutzungserscheinungen mit den Mietzahlungen abgegolten sind, kann der Mieter für Beschädigungen an Fliesen im Bad oder für Löcher im Parkettfußboden haftbar gemacht werden. Mieter sollten besonders auf folgendes achten:

Schönheitsreparaturen

Starre Fristen für Schönheitsreperaturen nach drei, fünf oder sieben Jahren wurden vom Bundesgerichtshof für unwirksam erklärt. Ob Schönheitsreperaturen fällig sind, hängt allein vom tatsächlichen Zustand der Wohnung ab. Auch weiße Wände sind nicht erforderlich. Neben diesen sind laut BGH auch andere dezente Farbtöne erlaubt (AZ VIII ZR 198/10). Tipp: Mieter sollten darauf achten, dass der Mietvertrag keine veralteten Vereinbarungen enthält, damit es später nicht zu unnötigen Streitigkeiten aufgrund veralteter Regelungen kommt.

Verdeckte Mängel korrekt beanstanden

Es gibt auch Mängel, die vom Vermieter behoben werden müssen. Fordert der Mieter nicht ausdrücklich die Beseitigung festgestellter Schäden, kann der Mieter beim Auszug dafür haftbar gemacht werden. Da nicht jeder Mangel während der Wohnungsübergabe ersichtlich ist, können sogenannte versteckte Mängel auch noch nachträglich angezeigt werden. Während des Sommers lässt sich beispielsweise nicht einfach kontrollieren, ob die Heizung richtig funktioniert. Schimmel an den Wänden ist auch nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Findet der Mieter einen verdeckten Mangel, muss dieser dem Vermieter unverzüglich schriftlich gemeldet werden. Dem Vermieter muss ausreichend Zeit gegeben werden, den Schaden beheben zu lassen – beeinträchtigen dieser den Wohnwert, kann der Mieter die Miete mindern.

Weiterlesen:

Hier finden Sie rechtliche Tipps zum Übergabeprotokoll

Helpling
Keine Lust zu putzen?

Mit Helpling Reinigungskräfte in 3 einfachen Schritten online buchen.

 

Helpling.de – Jetzt buchen!