Wohnküche: Voll im Trend

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Jeder hat das Phänomen auf privaten Partys bereits erlebt: Statt im Wohnzimmer tummeln sich die Gäste in der Küche, auch wenn diese noch so klein ist. Doch Enge war gestern, heute darf die Küche gerne wieder groß sein – und möglichst offen. Freie Sicht auf alles und jeden im anschließenden Wohnbereich ist immer beliebter. 

Wohnküche

Die Wohnküche als Mittelpunkt

Hans-Joachim Adler, Geschäftsführer der Mannheimer Arbeitsgemeinschaft „Die moderne Küche“, weiß, warum die klassische Küche immer weniger trendy ist: „Heute ist es üblich, dass nach der Arbeit die Lebenspartner und Familienmitglieder ihre Mahlzeiten gemeinsam kochen und gemütlich zusammen sitzen.“ Für ihn ist der Raum, der bisher Herd und Ofen vorbehalten war, mittlerweile zum Kommunikationszentrum geworden. „Der Trend bei Neubauten geht eindeutig zur geräumigen Wohnküche“, sagt er. Sie ist der Mittelpunkt in jedem Zuhause und verbindet optimal Küchenarbeit mit dem Familienleben.

Die Kombination macht´s

Den Trend zur Wohnküche beobachtet auch Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef seit längerem. Besonders beliebt sind ihrer Erfahrung nach offene Räume, bei denen Küche, Ess- und Wohnzimmer verschmelzen: „In solchen kombinierten Zimmern trifft man sich mit Gästen und Freunden, um gemeinsam zu kochen und zu plaudern.“ Viele Fertighaus-Hersteller sähen inzwischen eine offene Wohnküche als Standard vor. Einen abgetrennten Raum fürs Kochen bekämen die Kunden dagegen nur noch auf Wunsch.

Richtige Planung ist das A und O

Wer sich eine Wohnküche wünscht, hat längst nicht mehr den Geruch von Gebratenem oder Gegartem in der Nase, wenn er es sich ein paar Meter weiter auf dem Sofa bequem macht. Dafür muss allerdings viel genauer geplant werden als bei in sich geschlossenen Küchen. Ohne die Hilfe eines Architekten geht es meistens nicht. Ist der Entwurf nicht optimal auf die Arbeitsabläufe abgestimmt, sind die Wege in der Küche lang und nichts liegt griffbereit. Zudem haben die notwendigen Abzugshauben und Belüftungssysteme ihren Preis. Um trotz Großzügigkeit eine gemütliche Wohnatmosphäre zu schaffen, sollte darauf geachtet werden, dass Kühlschrank, sowie Spül- und Waschmaschine geräuscharm arbeiten.

Die passende Raumaufteilung

Auch wenn die Küche heute gerne offen gestaltet wird, rät Doris Hasselmann, Autorin bei Stiftung Warentest, den Arbeits- vom Essbereich optisch z.B. durch eine Theke zu trennen. „Das schafft eine angenehme Atmosphäre bei den Mahlzeiten“ und sorgt zumindest für ein wenig Privatsphäre. Denn eines würden viele Kunden vergessen, die mit einer offenen Wohnküche liebäugeln: „Man ist nie allein, immer guckt einem jemand über die Schulter.“ Ein weiterer positiver Nebeneffekt einer optischen Trennung ist die Tatsache, dass der Blick während des Essens nicht direkt auf die zum Kochen benutzten Küchenutensilien fällt.

Wohnküche: Der Grundriss entscheidet

Ob eine Wohnküche überhaupt geplant werden kann, hängt in Altbauten vom Raumangebot ab. „Der Grundriss entscheidet über die Art der Küche“, sagt Lucas Neumann vom Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie in Herford. Für eine Wohnküche sind nach seiner Rechnung mindestens 16 Quadratmeter nötig. Bei weniger Platz sei eine Wohnküche nicht empfehlenswert. Zudem kann das Zusammenlegen einzelner Wohnbereiche eine teure Umbaumaßnahme sein. In der Regel müssen die vorhandenen Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser verändert werden. In älteren Gebäuden ist dies oftmals mit einer kompletten Modernisierung der Wohnung verbunden. Damit es bei den Kosten nicht zu bösen Überraschungen kommt, sollte im Vorfeld unbedingt genau kalkuliert werden.

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