Das Haus mit Wärmedämmung energiesparender machen

Das Haus mit Wärmedämmung energiesparender machen
© Fotolia / Kirsty Pargeter

Verbraucherschützer schlagen Alarm: Die steigenden Energiepreise machen den Winter in dieser Saison für Mieter und Hausbesitzer besonders teuer. Wer bei Hausbau und Modernisierung auf eine gute Wärmedämmung Wert legt, kann dazu beitragen, die Kosten entscheidend zu senken. Denn: Energieeffizienz zahlt sich aus. Immonet zeigt, an welchen Stellen in Haus und Wohnung sich eine gute Dämmung lohnt.

Geldbeutel und Nutzwert entscheiden über Art der Wärmedämmung

Bevor Sie sich für eine bestimmte oder ein Bündel von Baumaßnahmen zur Wärmedämmung entscheiden, sollten Sie prüfen, welche Art der Wärmedämmung Ihren Zielen am ehesten entspricht. Wer in einer Mietwohnung unnötige Heizkosten sparen möchte, ist wahrscheinlich mit kleineren Maßnahmen wie dem Erneuern von Fensterdichtungen und dem Einsatz von Zugluftbürsten gut bedient. Handelt es sich um Wohneigentum, können sich auch größere Baumaßnahmen lohnen, damit Sie Ihr Geld nicht verheizen. Priorität sollte die Maßnahme haben, die das beste Kosten-Energiesparverhältnis aufweist. In jedem Fall sollten Sie sich Tipps von einem Energieberater holen. Der weiß auch, für welche Investitionen Sie möglicherweise Fördermittel bekommen.

Wie funktioniert eine Wärmedämmung?

Im Winter geht Wärme durch Fenster sowie Außentüren, Mauerwerk, Dachflächen, Kellerdecken, Wärmebrücken und undichten Stellen im Mauerwerk oder rund um Türen und Fenster verloren. Die meiste Wärme entweicht über die Außenwände, das Dach und die Fenster.

Welche Möglichkeiten der Wärmedämmung gibt es?

Außenwände: Zur Dämmung von Außenwänden wird vielfach ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) verwendet. Das besteht aus mehreren Komponenten, die als vorgefertigtes System auf die Fassade aufgebracht werden. Bewährte WDV-Systeme sind als DIN EN 14499 (Polystyrol-Hartschaum-System) und DIN EN 13500 (Mineralwolle-System) erhältlich. Sie werden sowohl im Neu- als auch im Altbau eingesetzt.

Dach: Zur Innendämmung von Dächern, der sogenannten Zwischensparrendämmung, eignen sich zum Beispiel Mineralwollmatten. Sie lassen sich problemlos selbst bei Altbauten nachrüsten. Bei der Außendämmung des Daches, der sogenannten Aufsparrendämmung, wird über die gesamte Dachfläche eine geschlossene Haube aus Dämmelementen verlegt. Dadurch werden Wärmebrücken zwischen Sparren und Zwischenwänden vermieden und das Volumen des Dachgeschosses wird nicht eingeschränkt.

Fenster: Gerade im Zuge einer energetischen Sanierung ist ein Austausch sinnvoll. Eine Zweischeibenverglasung führt bereits zu einem etwa 50 Prozent geringeren Wärmeverlust, bei einer Dreischeibenverglasung beträgt die Ersparnis bis zu 80 Prozent. Zu beachten ist, dass in vielen Fällen auch die Fensterrahmen ausgetauscht werden müssen. Zudem ist ein Austausch der Fenster ohne eine Fassadendämmung nicht zu empfehlen. Neue Fenster schließen dicht, die feuchte Raumluft kann nicht mehr entweichen. Wenn gleichzeitig die Wände schlecht isoliert sind, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder und das Schimmelrisiko steigt – selbst bei häufigem Lüften.

Geschossdecken: Im Haus selbst bietet sich die Möglichkeit einer Deckendämmung. Um beheizte von unbeheizten Stockwerken thermisch zu trennen, werden zum Beispiel Holzfaserplatten, Styroporplatten, Steinwoll-Platten oder Hartschaum-Platten von unten an die Kellerdecke oder an die an den Dachboden grenzende Decke angebracht. Bei Deckenkonstruktionen aus Holzbalken lassen sich auch die Hohlräume verfüllen (Zwischendeckendämmung).

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Kleine Mittel – große Wirkung

Auch mit kleineren Maßnahmen lassen sich Energiefresser im Haus beseitigen:

Zugluftbürste: Um zu verhindern, dass wertvolle Wärme unter den Türen entweicht, lassen sich mit ein paar Schrauben sogenannte Zugluftbürsten unter Haus- und Zimmertüren anbringen. Wie ein kleiner dichter Besen verhindern sie, dass mit der Zugluft kostbare Wärme aus dem Zimmer entweicht.

Fensterdichtung: Es muss nicht gleich ein neues Fenster sein. Manchmal reicht es aus, vorhandene Fensterdichtungen zu erneuern oder zusätzliche aufzubringen. Aus Kunststoff oder Silikon gefertigt, lässt sich mit gut funktionierenden Systemen der Wärmeverlust durch undichte Stellen um bis zu 30 Prozent verringern. Das gleiche System kann auch bei Dachbodenluken oder Kellertüren für eine Heizkostenersparnis sorgen.

Verkleidung von Heizungsrohren: Heizungsrohre ziehen sich durch das gesamte Haus. An manchen Stellen, zum Beispiel im Keller oder auf dem Dachboden, liegen die Rohre frei. Damit das warme Wasser im Inneren des Rohres auf seinem Weg zum Heizkörper keine unnötige Wärme abgibt, lohnt es sich, freiliegende Heizungsrohre fachgerecht zu verkleiden. Speziell vorgefertigte Dämmelemente gibt es in jedem Baumarkt.

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