Wärmedämmung: Effizienter Wärmeschutz fürs Eigenheim

Eine gute Wärmedämmung spart Heizkosten und schont die Umwelt durch geringere CO²-Emissionen. Ein wärmegedämmtes Haus verbessert aber auch die Wohnqualität. Immonet hat die wichtigsten Aspekte rund um das Thema Wärmedämmung zusammengestellt.

Welche Wärmedämmung ist am sinnvollsten?

Im Winter hat man eine gleichbleibend angenehme Raumtemperatur und im Sommer schützt die Dämmung vor Überhitzung der Räume. Grundsätzlich besteht die Wärmedämmung immer aus mehreren Komponenten. Das stellt viele Bau- und Sanierungswillige vor die Entscheidung: Welche Dämmung und Maßnahmen sind für mein Haus sinnvoll und finanziell machbar?

Wie funktioniert eine Wärmedämmung?

Bei einem Temperaturgefälle zwischen warmer Raumluft und kalter Außenluft hat Wärme immer das bestreben, einen Temperaturausgleich herbeizuführen. Die Wärme fließt dabei von der warmen zur kalten Seite. Im Winter geht Wärme durch Fenster sowie Außentüren, Mauerwerk, Dachflächen, Kellerdecken, Wärmebrücken und Luftundichtheiten verloren. Die meiste Wärme entrinnt über die Außenwände, das Dach und die Fenster.

Welche Möglichkeiten der Wärmedämmung gibt es?

Zur Dämmung von Außenwänden wird vielfach ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) verwendet. Das besteht aus mehreren Komponenten, die als vorgefertigtes System auf die Fassade aufgebracht werden. Bewährte WDV-Systeme sind als DIN EN 14499 (Polystyrol-Hartschaum-System) und DIN EN 13500 (Mineralwolle-System) erhältlich. Sie werden sowohl im Neu- als auch im Altbau eingesetzt.

Eine weitere, beliebte Möglichkeit, Außenwände zu dämmen, ist die Einblasdämmung. Dabei werden durch Löcher mit einer Einblasmaschine lose Dämmstoffe zwischen ein zweischaliges Mauerwerk eingebracht. Typische Materialien sind Perlite, Zellulose, Holzfasern oder EPS-Granulat. Die Einblasdämmung eignet sich besonders für eine nachträgliche Wärmedämmung.

Neben den Außenwänden ist das Dach ein lohnender Ansatzpunkt für eine Wärmedämmung, da die Fläche einen Großteil der Gebäudehülle ausmacht. Zur Innendämmung eines Daches, einer sogenannten Zwischensparrendämmung, eignen sich traditionelle Mineralwollmatten. Bei der Außendämmung des Daches, der sogenannten Aufsparrendämmung, wird über die gesamte Dachfläche eine geschlossene Haube aus Dämmelementen verlegt. Dadurch werden Wärmebrücken zwischen Sparren und Zwischenwänden vermieden und das Volumen des Dachgeschosses wird nicht eingeschränkt.

Neben Außenwänden und Dach bieten die Fenster ein großes Energiesparpotential. Gerade im Zuge einer energetischen Sanierung ist ein Austausch sinnvoll. Eine Zweischeibenverglasung führt gegenüber einer Einfachverglasung bereits zu einem etwa 50 Prozent geringeren Wärmeverlust (Dreischeibenverglasung etwa 80 Prozent). Zu beachten ist, dass in vielen Fällen auch die Fensterrahmen ausgetauscht werden müssen. Zudem ist ein Austausch der Fenster ohne eine Fassadendämmung nicht zu empfehlen. Neue Fenster schließen dicht, die feuchte Raumluft kann nicht mehr entweichen. Wenn gleichzeitig die Wände schlecht isoliert sind, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder und das Schimmelrisiko steigt – selbst bei häufigem Lüften.

Im Haus selbst bietet sich die Möglichkeit einer Deckendämmung. Um beheizte von unbeheizten Stockwerken thermisch zu trennen, werden zum Beispiel Holzfaserplatten, Styroporplatten, Steinwoll-Platten oder Hartschaum-Platten von unten an die Kellerdecke oder an die an den Dachboden grenzende Decke angebracht. Bei Deckenkonstruktionen aus Holzbalken lassen sich auch die Hohlräume verfüllen (Zwischendeckendämmung). Kleinere Dämmungsmaßnahmen bieten sich bei Heizungsrohren, den Fensterdichtungen und Fensterbeschlägen sowie Türen (Haustür, Kellertür, Terrassentür, Dachbodenluke) an. Hier können mit wenig Aufwand deutliche Einsparungen erzielt werden.

Für welche Wärmedämmung soll ich mich entscheiden?

Die Auswahl an Wärmedämmungen wird grundsätzlich von den baulichen Gegebenheiten und den energetischen Anforderungen der Immobilie bestimmt. Der Umfang der Wärmedämmung sollte hingegen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Priorität muss die Maßnahme haben, die das beste Kosten-Energiesparverhältnis aufweist. In jedem Fall ist das Hinzuziehen eines Energieberaters zu empfehlen. Der kann den Nutzen gezielt ermitteln und hilft zudem bei der Beantragung von Fördermitteln.

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