Abenteuer Auswandern: Umzug ins Ausland

Immer mehr Deutsche kehren ihrer Heimat den Rücken und wagen den Umzug ins Ausland. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts waren es allein im Jahr 2007 cirka 155.000 Menschen. Einen Großteil zog es in die Nachbarländer, wie in die Schweiz oder nach Österreich. Aber auch immer mehr „Mutige“ wagen den Sprung über den großen Teich. Damit der Neustart in Übersee reibungslos funktioniert, müssen einige Dinge in der alten Heimat geplant und organisiert werden. Wir sagen Ihnen, wie Sie den reibungslosen Transport Ihrer Habseligkeiten ins ferne Ausland meistern.

Manche wagen den Neuanfang ohne großen Ballast und reisen lediglich mit einem „One Way Ticket“ über den großen Teich. Das zeugt von hoher Risikobereitschaft, denn nicht jeder möchte so ganz ohne Möbel und persönliche Erinnerungsstücke den Neuanfang fernab der Heimat wagen.

Umzug: In Eigenregie oder vom Profi organisiert?

Das Projekt „Umzug ins Ausland“ sollte sorgfältig geplant werden, denn nicht immer stehen hierfür großzügige Budgets für einen Neustart zur Verfügung. In jedem Fall sollten sich die Kosten für den Transport im Rahmen halten. Wer beispielsweise das Umzuggut in Eigenleistung verpackt, kann einiges an Geld sparen.

Hingegen haben andere Auswanderer für das Packen keine Zeit und überlassen den Umzug lieber den Profis. Einige Firmen bieten Komplettlösungen an und kümmern sich um das Verpacken, den Transport und um die Formalitäten. Natürlich hat diese Variante auch ihren Preis.

Transport per Luftfracht oder Verschiffung per Container?

Bei einem Umzug nach Übersee kommt der Transport per Luft- oder als Seefracht in Frage. Luftfracht ist insbesondere für sehr hochwertige Güter bestimmt. Die allgemeine Annahme, dass der Transport mit dem Flugzeug teurer als per See ist, muss nicht immer stimmen. Gerade dann, wenn der Zielort näher an einem internationalen Flughafen gelegen ist als an einem Seehafen und das Gepäck überschaubar ist.

Wer mit seinem ganzen Hab und Gut nach Übersee auswandern möchte, der kann sein komplettes Umzugsgut in nahezu alle Häfen der Welt verschiffen. Vergleichen lohnt sich: Vorab sollte man mehrere Angebote für den Umzug mit einem kompletten Container einholen.

Letzte Etappe: Zollabfertigung

Ist das Umzugsgut im Zielhafen angekommen, dann ist schon ein großer Teil der Strecke geschafft. Doch oftmals geht hier der Stress erst richtig los. Daher ist es für eine reibungslose Zollabfertigung besonders wichtig, sich rechtzeitig um die erforderlichen Dokumente zu kümmern. Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung sowie Visa und weitere Dokumente, die das entsprechende Land erfordert, sollte man unbedingt parat haben.

Sofern die Vorraussetzungen für die Einreise erfüllt sind – beispielsweise Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung vorliegen – kann das Umzugsgut in der Regel zollfrei eingeführt werden. Dennoch: Zollbehörden haben unter anderem die Aufgabe und das Recht zu kontrollieren, ob zum einen genehmigungspflichtige oder verbotene Waren zusammen mit dem Umzugsgut eingeführt werden und ob die Transportdokumente und der Inhalt auch tatsächlich übereinstimmen. Daher muss generell damit gerechnet werden, dass das Einfuhrzollamt das Umzugsgut bei der Einfuhrabfertigung stichprobenartig begutachtet oder sogar verlangt, dieses vollständig zu besichtigen. Das kann unter Umständen teuer werden.

Sind dann aber alle „Habseligkeiten“ erst einmal unversehrt auf dem neuen Kontinent ankommen, kann das „Abenteuer Auswandern“ endlich richtig beginnen.

Tipp: Im Ausland einen Job finden
Viele Auswanderer haben in Sachen Job bereits „vorgesorgt“ bzw. gehen gerade deshalb in ein fremdes Land, weil sie dort eine neue Arbeitsstelle gefunden haben. Das ist aber nicht bei allen so, die Deutschland den Rücken kehren, und deshalb geben wir hier in aller Kürze ein paar Tipps für den Weg zum passenden Job im Ausland:

1. Frühzeitig bei den entsprechenden Behörden vorstellig werden und dort nach Tipps zur Jobsuche und in Sachen Bewerbung  fragen.

2. Auf schwarzen Brettern, in Zeitungen und im Internet nach Jobs Ausschau halten.

3. Freunde / Bekannte / Nachbarn um Unterstützung bitten.

Weitere Informationen zur Jobsuche in verschiedenen Ländern erhält man auf www.auslandsjob.de.

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