Leiden Tierhaarallergiker unter allen Tieren gleichermaßen?

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Die meisten Tierhaarallergiker sind nicht auf alle Tiere allergisch, sondern auf bestimmte Tierarten.

Katzen

Am weitesten verbreitet ist die Allergie gegen Katzen. Hierbei gibt es keine Unterscheidung zwischen den Rassen: In der Regel löst jede Katze Symptome aus. Es werden mittlerweile auch allergenfreie Katzen angeboten und verkauft. Eine amerikanische Firma hat Tiere gezüchtet, deren Fell und Speichel kein allergenes Eiweiß enthalten. Ein Jungtier kann bis zu 9000 US-Dollar kosten. Dabei fehlen noch unabhängige Belege dafür, dass diese Tiere für Allergiker wirklich geeignet sind.

Hunde

Bei Hunden ist umstritten, ob Allergiker nur auf bestimmte Rassen allergisch reagieren. Womöglich liegt die unterschiedliche Reaktion auf unterschiedliche Hunderassen auch daran, dass die Tiere unterschiedliche Mengen an Allergenen abgeben. Boxer und Schnauzer sind Rassen, bei denen die Gefahr einer Überempfindlichkeit besonders hoch ist, etwa sechsmal höher als zum Beispiel bei Beagle- oder Schäferhunden.

Hamsterrad

Nagetiere

Auch Kaninchen, Hamster und Co können eine Tierhaarallergie auslösen. Starke Allergene bringen vor allem Meerschweinchen mit: Fast die Hälfte der Menschen, die eng mit den kleinen Nagern in Kontakt sind, leiden irgendwann unter Überempfindlichkeit. Sehr aggressiv sind auch die Allergene von Hamstern.

Vögel

Vögel haben keine Haare und entwickeln kaum Schweiß. Wer eine Vogelallergie hat, reagiert meist auf Kot oder Federn der Tiere. Wellensittiche rufen besonders häufig allergische Reaktionen hervor, Papageien, Hühner oder Kanarienvögel seltener. Gegen Tauben sind in der Regel nur Menschen allergisch, die engen und ständigen Kontakt zu den Tieren haben, wie Taubenzüchter.

Pferde und Rinder

Allergien gegen Nutztiere wie Kühe oder Reitpferde sind selten – dann aber häufig besonders heftig. Für einen Landwirt heißt eine Allergie gegen Rinder etwa, dass er seinen Beruf de facto aufgeben muss. Bei Pferden reagiert das Immunsystem eines Allergikers auf die Hautschuppen der Tiere, auf ihren Kot und Speichel. Jeder zweite, der engen Kontakt mit Pferden hat, entwickelt allergische Reaktionen. Sogar Menschen, die nicht mit Pferden in Berührung kommen, können eine Pferdehaarallergie entwickeln, denn Rosshaar wird oftmals für Polstermöbel oder zur Befüllung von Kissen oder Decken benutzt. Wer eine Pferdehaarallergie hat oder vermutet, muss das unbedingt seinem Hausarzt mitteilen, denn manche Impfstoffe werden mithilfe von Pferdeserum hergestellt. Die Verabreichung kann bei Allergikern zu schweren allergischen Reaktionen führen.

Tiere ohne Fell wie Schlangen, Schildkröten oder Fische sind vollkommen ungefährlich und bergen keinerlei Allergierisiko.

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