Tapeten-Wechsel

Tapeten-Wechsel
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Was sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet hat, bestätigt sich auch in dieser Saison: Tapeten erleben ein fulminantes Comeback. Sie sind nicht länger unauffälliger Hintergrund, sondern eigenständiges Gestaltungsmittel in der Einrichtung.

Bereits in den 70er Jahren durften auffällige Muster-Tapeten in Orange- und Brauntönen in keiner Wohnung fehlen. In den 90ern waren Wände entweder schlicht verputzt oder mit dem Schwamm bearbeitet. Heute sorgen Tapeten wieder für Furore - mit einem riesigen Spektrum an Ideen. Sie sind nicht länger unauffälliger Hintergrund, sondern eigenständiges Gestaltungsmittel in der Einrichtung.

Wie lassen sich wohl Tapeten-Designer für neue Entwürfe inspirieren? Von Trend-Scouts, Flohmarktbesuchen oder setzen sie sich selbst mit antiken Ornamenten auseinander? Das Ergebnis des kreativen Schöpfungsprozesses ist längst kein Geheimnis, sondern wird unter anderem einmal im Jahr auf der internationalen Fachmesse "Heimtextil" in Frankfurt vorgestellt.

Tapeten als Gestaltungselement

Der Trend geht weg von den klaren reduzierten Looks. Pfiffige Oberflächen, wie glänzender Lack auf glattem Untergrund, beflocktes Papier, bei dem feine Fasern für eine samtige Musterung sorgen, winzige Glaskugeln als Flächendekor oder unifarben mit Crash-Optik, verleihen jeder Einrichtung eine Prise Extravaganz. Ausdrucksvolle Muster und Ornamente fördern eine positive Atmosphäre im Raum. Und 3D-Strukturen machen die Tapete zum Gestaltungselement. Auch bei Naturmaterialien sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Besonders originell sind Tapeten mit Gräsern, Bambus, Bast oder dünnen Sandsteinplatten.

Retro in vier Wänden

Mit dem Retro-Trend kamen auch die großflächigen Muster der 70er Jahre zurück. Ob orange-braun-gelbe Blumen-Tapeten für das Wohnzimmer oder regenbogenfarbene Kreise auf quietschgrünem Hintergrund für die Küche. Kühne Farbkombinationen können jeder Einrichtung eine frische Prise an Extravaganz verleihen und sorgen für eine positive Atmosphäre – vorausgesetzt der Raum ist groß genug. Eine breite Auswahl speziell an Tapeten aus der "wilden Zeit" finden Sie unter anderem beim Onlineshop "Tapeten der 70er".

Ein Trick, den Liebhaber auffälliger Tapeten auch für kleine Wohnungen anwenden können ist, nur eine Wand zu tapezieren. Auch mit einzelnen Musterbahnen lassen sich interessante Effekte setzen. Denn je dominanter die Tapete, desto reduzierter sollte man damit umgehen. Allerdings funktioniert das nur mit großen Mustern.

Ein Hauch von Luxus - glänzende Tapeten

Violett und Magenta sind dieser Saison der Renner. So künstlich und kühl wie der Farbton violett zunächst erscheint, ist er gar nicht. Man denke nur an die satte Farbe reifer Pflaumen. Der Rotanteil sorgt für eine wärmere und zurückhaltende Anmutung. Nussbraun, Cremeweiß oder helles Rosa lassen sich dazu gut kombinieren. Als Blickfang könnte ein schlichtes Blumenmotiv aus silberner Acrylfarbe aufgetragen werden. Wer es strahlender mag, entscheidet sich für matte oder glänzende Effekte. Gold- und Silberakzente aus Lack auf matten Grundlagen sind im Kommen. Tapeten in Gold lassen die Wände leuchten und spielen mit dem Licht, während das kühle Silber eine futuristische Note schafft.

Auf die richtigen Proportionen kommt es an

Nicht jedes Muster passt an jede Wand. Deshalb ist es wichtig, dass die Raumproportionen bei der Auswahl miteinbezogen werden. Helle Tapeten mit kleinen Mustern lassen den Raum groß wirken, während großflächige und diagonale Muster verkleinern. Tapete kann Akzente setzen oder als Ruhepunkt fungieren. Dabei gilt die Regel, dass auch die Möbel zur Geltung kommen sollten – und nicht im Musterinferno verschwinden. Ist die Einrichtung eher schlicht, darf die Tapete durchaus durch Farbe oder Struktur hervortreten. Tolle Ideen für Strukturtapeten finden Sie auf zuhausewohnen.de

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