Die Kraft der Sonne - Solarenergie für Ihr Eigenheim

Wer behaglich und komfortabel wohnen möchte, braucht eine Menge Energie. Flachbild-TV, Laptop, Wäschetrockner oder der Gefrierschrank lassen die Stromrechnung steigen. Auch die Preise für Öl und Gas werden immer teurer. Mit Solarenergie können Sie Ihren Geldbeutel und die Umwelt schonen.

Sonnenenergie lässt sich mit Hilfe von Solartechnik auf verschiedene Arten nutzen: Bereits mehr als zwei Millionen Haushalte in Deutschland nutzen die Sonne als Energiequelle für die Stromerzeugung (Photovoltaik) oder zur Warmwassererwärmung und zur Heizungsunterstützung (Solarthermie). Bund und Länder bieten Förderprogramme, sodass sich die Aufrüstung fast für jeden lohnt. Ob eine Baugenehmigung notwendig ist, muss bei der örtlichen Bauverwaltung erfragt werden.

Strom erzeugen

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird der Hauseigentümer selbst zum Energielieferanten. Der Solarstrom wird über kleine Solarzellen erzeugt, die zu einem Solarmodul zusammengefasst werden. So wird Sonnenenergie direkt in elektrische Energie umgewandelt. Je mehr Licht auf das Modul fällt, desto mehr Strom fließt. Der so produzierte Gleichstrom wird entweder direkt genutzt oder in Wechselstrom umgewandelt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Sonnenkollektoren bringen Wärme

Thermische Solaranlagen erzeugen Wärme, die zum Baden und Duschen oder Heizen genutzt werden kann. Zentraler Bestandteil des auf dem Dach befestigten Kollektors ist der Solarabsorber, der die Lichtenergie der Sonne in Wärme umwandelt. Die Wärme wird an einen ihn durchfließenden Wärmeträger abgegeben. Über einen Wärmetauscher gibt die Flüssigkeit ihre gespeicherte Wärme an das Wasser im Speicher ab und fließt dann zurück in die Kollektoren. Der Speicher spielt bei diesem System eine zentrale Rolle – sorgt er doch insbesondere bei den Kombianlagen (Warmwasser und Heizung) für die richtige zeitliche Verteilung der Wärmebereitstellung. Denn wenn die Sonne am meisten Strahlung abgibt, wird oft am wenigsten Energie benötigt. Die Speicher puffern die gewonnene Wärme und geben sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder ab.

Investieren und langfristig sparen

Kombianlagen, die die Sonnenenergie neben der Brauchwasseraufbereitung zusätzlich zum Heizen nutzen, liegen im Trend. Je nach Dämmqualität des Gebäudes können mit einer Kombi-Solaranlage auf dem Dach 15 bis 30 Prozent des Eigenbedarfs gedeckt werden. Ausschlaggebend für die Energiemenge sind die Kollektorfläche sowie Dachform und der Neigungsgrad der Kollektoren. Optimal ist die Ausrichtung der Anlage nach Süden, mit einer Neigung von 30 bis 60 Grad.
Auch mit einer Photovoltaikanlage können Sie langfristig sparen, da die Kosten des Stroms für den Eigenbedarf geringer sind als im Normalfall und man für die Einspeisung seines Stroms ins öffentliche Netz ebenfalls etwas bekommt. Zu beachten ist, dass man in eine Anlage für ein Einfamilienhaus schon einen niedrigen fünfstelligen Betrag investieren kann.

Passive Nutzung

Auch die natürliche Nutzung der Sonnenwärme lohnt sich. So kann durch gute Planung und den Einsatz richtiger Materialien durch großzügige Fensterfronten Wärme aufgenommen und gespeichert werden. Auch hier ist eine Ausrichtung gen Süden am effektivsten und verspricht höchsten Komfort. Für die verwendete Verglasung gilt zusätzlich zum so genannten U-Wert (Wärmeschutz) auch ein hoher Energiedurchlassgrad. Dieser g-Wert liegt durchschnittlich bei 0,65. Das bedeutet, dass 65 Prozent der wärmenden Strahlen ins Innere gelangen und dort für wohlige Temperaturen sorgen.

Tipp: Bei der Vielzahl von Herstellern von Photovoltaikanlagen kann man schnell den Überblick verlieren. Es lohnt sich, auf das internationale Qualitätssiegel gemäß IEC zu achten.

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Dieser Ratgeber zeigt Ihnen in wenigen Minuten, ob das Dach Ihres Gebäudes für eine Solarstromanlage in Frage kommt und ob sich der Einbau für Sie rentiert. Dabei werden alle Förderungsmöglichkeiten bis 2011 berücksichtigt.

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