Durch Modernisierung und Sanierung der Außenhülle eines Gebäudes mit neuer Wärmeschutzverglasung können Energie und Kosten gespart werden.

Die Sanierung und Modernisierung von Altbauten gewinnt immer größere Bedeutung. Fast 28 Millionen Wohnungen in Deutschland sind älter als 30 Jahre und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Ihre Sanierung, die Anpassung an eine zeitgemäße Gebäudetechnik, der Einbau einer modernen Küchen- und Badausstattung, insbesondere aber der Ersatz veralteter Heizanlagen und eine zusätzliche Dämmung machen Schluss mit unnötigen Energieverlusten. Vielen Hausbesitzern ist dabei nach Aussage des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF) nicht bewusst, dass speziell alte Fenster und Türen teure Heizenergie durch veraltete Isoliergläser und undichte Rahmen wirkungslos nach draußen verpuffen lassen. Dem kann man mit einer professionellen Sanierung oder Modernisierung vorbeugen.
Welche Auswirkungen der Austausch der Fenster, eine moderne Fassadendämmung und eine neue Heizungsanlage auf den Energieverbrauch haben und wie viel sich damit unterm Strich sparen lässt, belegen erfolgreiche Modernisierung-und Sanierungs-Pprojekte. Ein gutes Beispiel betreute Energieberater Harald Schmidt im baden-württembergischen Lahr. Er unterstützte die Modernisierung eines Mehrfamilienhauses aus dem Jahr 1970 mit einer Gebäudenutzfläche von über 238 Quadratmetern.
"Begonnen hat das Projekt Modernisierung bzw. Sanierung mit dem Wunsch der Hauseigentümer, die mit Einfachverglasung ausgestattete alte Haustür auszutauschen und so den kalten Füßen im Flur ein Ende zu bereiten", sagt Harald Schmidt. Herausgekommen ist schließlich ein Altbau, der nach einer Komplett-Sanierung energetisch auf dem Stand eines Neubaus ist.
Hauseigentümer Ralf Inderfurth erinnert sich mit leichtem Schaudern an die Zeit vor der Modernisierung: "Im Flur war es im Winter immer eisig, sogar die Scheiben waren gefroren," erzählt Harald Schmidt, der die Hausbesitzer letztlich davon überzeugen konnte, dass es mit dem Austausch der Hautür allein nicht getan ist, um das Gebäude energetisch an den heutigen Stand anzupassen. Seine Diagnose war eindeutig: "Kalte Wände und Böden, feuchte Fensterscheiben und Schimmel waren unmittelbar auf Fenster mit veralteter Isolierverglasung von vor 1995, eine mangelnde Dämmung der Außenfassade und Kellerdecke sowie ein veraltetes Heizsystem mit Nachtspeicherofen zurückzuführen. "Das machte eine General-Sanierung fast unumgänglich, bei deren Umsetzung auch attraktive Fördermittel halfen ", so Harald Schmidt.
So wie Familie Inderfurth muss nicht jeder Hausbesitzer gleich eine komplette Sanierung oder Modernisierung in Angriff nehmen, wenn die Finanzen nicht für alle Maßnahmen gleichzeitig reichen. Neu sind aktuelle Programme der KfW-Bankengruppe, die mit zinsgünstigen Darlehen sowie mit Zuschüssen noch gezielter die Modernisierung alter Gebäude fördern. Außerdem gibt es Zuschüsse für eine Energieberatung und auch für eine eventuelle Baubetreuung. Wird die Modernisierung von einem Fachbetrieb ausgeführt, gibt es auch bis zu 1.200 Euro an Steuern für die Handwerkerleistung zurück.
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