Pflegeheim für Demenzkranke

1,2 Millionen Demenzkranke in Deutschland

Diagnose Demenz! – Betroffene und ihre Angehörigen erfüllt die Krankheit mit Schrecken. In Deutschland gibt es bereits mehr als 1,2 Millionen Demenzkranke. Die meisten von ihnen haben Alzheimer. Prognosen gehen davon aus, dass es in zwanzig Jahren schon zwei Millionen Demenzkranke geben wird. Die Betreuung eines Demenzkranken stellt die Familie vor große Herausforderungen.

So auch die Schaffers. Mutter Anneliese, die nach ihrer Alzheimer-Diagnose zunächst bei Tochter Christine und Schwiegersohn Marko eingezogen war, hielt alle auf Trab. "Mutter stellte den Herd an und vergaß, ihn wieder auszuschalten. Sie lief weg, wir haben oft die ganze Umgebung nach ihr absuchen müssen. Sie war von Ängsten geplagt", erinnert sich die Tochter. Die Pflege der Mutter war nicht mehr zu bewältigen. Die Schaffers machten sich auf die Suche nach einem Pflegeheim, um Anneliese die bestmögliche Betreuung zu geben. Die Einrichtung sollte ein spezielles Konzept für Demenzkranke haben.

Das passende Heim für Demenzkranke finden

Aber wie sollen die Angehörigen überhaupt das passende Heim für demenzkranke finden? Und wie lässt sich Qualität erkennen? Viele wissen gar nicht, worauf sie achten müssen. Sie wissen nicht, welche Therapiemöglichkeiten es für Demenzkranke gibt und auf welche besondere Weise ihre Umgebung gestaltet werden sollte, damit sich die verwirrten Senioren besser zurechtfinden. Auch die Suche von Familie Schaffer war nicht einfach. "Es gibt so viele Pflegeheime, welches ist das richtige für meine demenzkranke Mutter?" fragte sich Christine. Sie und ihr Mann stellten fest, dass es große Unterschiede bei der Qualität von Pflegeheimen für Demenzkranke gibt. Ihr Fazit: "Pflegeheim ist nicht gleich Pflegeheim."

Qualitätscheck der Pflegeheime für Demenzkranke

Für Mutter Anneliese haben sie schließlich einen guten Platz in einem Senioren-Wohnpark gefunden. Vorab wurde das neue Zuhause der Mutter auf Herz und Nieren geprüft: Wichtig ist, dass der Senioren-Wohnpark einen Qualitätsbericht hat, der für Interessierte einsehbar ist. Ein Qualitätsbericht trägt dazu bei, dass die Angehörigen einen transparenten Überblick über die Pflegequalität erhalten. "So konnten wir auf einen Blick sehen, wie hoch die Pflegequalität einzelner Maßnahmen für Demenzkranke ist.", sagt Marko Schaffer.

Selbstkontrolle von Pflegeheimen für Demenzkranke

Ein weiteres Indiz liefern interne Angehörigen- und Bewohnerbefragungen, die in einem Qualitätsbericht veröffentlicht werden. Denn: Wer bereit ist, die eigene Arbeit regelmäßig zu kontrollieren, will sich verbessern und Pflegeprobleme vermeiden. "So fühle ich mich als Angehörige ernst genommen," sagt Christine. Regelmäßige interne Begutachtungen schaffen Vertrauen und gewährleisten, dass ständig an der Pflegegüte gearbeitet wird. In dem Senioren-Wohnpark, in dem Mutter Anneliese wohnt, gibt es neben internen Kontrollen sogar eine externe DIN-ISO-Zertifizierung. Auch darüber haben sich die Schaffers eingehend informiert. "Wie ein Qualitätssiegel", vereinfacht es Marko. Im Senioren-Wohnpark erhalten Demenzkranke besondere Betreuung und verschiedene Therapieformen. Aus dem geschützten Garten kann niemand unbemerkt weglaufen."Mutter ist richtig aufgeblüht. Sie macht beim Gedächtnistraining mit und die Therapie mit Streicheltieren tut ihr gut", freut sich ihre Tochter.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie das geeignete Pflegeheim für Demenzkranke suchen:

  • Gibt es einen öffentlich einsehbaren Qualitätsbericht (z.B. im Internet)?
  • Finden regelmäßige Bewohner- und Angehörigenbefragungen statt?
  • Gibt es regelmäßig auch interne Kontrollen der Pflegequalität (z.B. durch Audits)?
  • Verfügt das Haus über eine DIN-ISO Zertifizierung?
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