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Pelletheizung - der Umwelt zuliebe

Die Pelletheizung ist eine moderne und umweltfreundliche Methode zu heizen. Sie ist in ihrer Funktionsweise ähnlich wie eine Gas- oder Ölheizung, verbrennt statt fossilen Brennstoffen aber nachwachsenden Rohstoff: Holzpellets.

Diese sind kleine Presslinge aus Nebenprodukten der Holzindustrie, zum Beispiel Sägespäne oder Sägemehl. Ursprünglich kommt der Trend, mit Pellets zu heizen, aus Nordamerika. Hier werden statt der Pelletheizung aber vornehmlich kleinere Pellet-Öfen und -Kamine verwendet. Die Pelletheizung als Zentralheizung wurde in den 1990er Jahren in Österreich entwickelt und hat von dort aus auch ihre Liebhaber in Deutschland und dem übrigen Europa gefunden. Seit 1997 wurden allein in Deutschland mehr als 100.000 solcher Heizungen eingebaut.

Die richtige Pelletheizung für Ihr Haus

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Pelletheizung zwei Klassen: Pellet-Einzelöfen mit einer Leistung von 6-8 kW und Pellet-Zentralheizungen mit einer Leistung von bis zu 30 kW. Während die Einzelöfen eher für einzelne Räume geeignet sind, kann man mit einer Pellet-Zentralheizung ein Zweifamilienhaus beheizen. Auch für größere Gebäude ist die Pelletheizung zu verwenden, da sich mehrere Heizöfen einfach hintereinander schalten lassen. So können mehrere hundert kW an Leistung erzeugt werden. Eine Pelletheizung kann mit verschiedenen Brenntechniken arbeiten. Dazu gehören beispielsweise das Walzenrostsystem, bei dem die Pellets zwischen zwei Walzen fallen und dort verbrannt werden. Oder die Fallschachtfeuerung, bei der die Pellets in einen Verbrennertopf fallen. Weiterhin die Unterschubfeuerung, bei der die Pellets mit einer Förderschnecke in den Brennertopf gedrückt werden und die Quereinschubfeuerung, bei der die Pellets mit einer Förderschnecke in den Brennertopf geschoben werden.

Kostengünstig und effektiv, die moderne Pelletheizung

Die Anschaffungskosten einer Pelletheizung sind etwas höher als die einer gewöhnlichen Gas- oder Ölheizung. Sie kosten als Komplettanlage zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Allerdings wird ihre Anschaffung wegen ihrer Umweltverträglichkeit nicht nur vom Staat gefördert. Auch in den Heizkosten erweist sich die Pelletheizung durch günstiges Brennmaterial schnell als gute Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. So verbraucht ein Einfamilienhaus im Jahr etwa drei bis vier Tonnen an Pellets, das sind etwa 5 bis 7 Kubikmeter. Es ist damit günstiger und weniger Platz verbrauchend als zum Beispiel Öl. Um den steigenden Bedarf an Brennstoff auch in Zukunft sichern zu können, werden aktuell Versuche mit Stroh und ähnlichem angestellt.

Umweltverträgliche Pelletheizung

Da die Pelletheizung mit nachwachsenden Rohstoffen versorgt wird, wird hiermit ein großer Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Allerdings wird für die Pelletheizung noch immer viel Importholz aus Südamerika verwendet, von dem nicht gewährleistet werden kann, dass dort neue Bäume gepflanzt werden. Dennoch kann die Pelletheizung mit ihren niedrigen CO2-, Schwefeldioxid- und Feinstaubwerten als umweltfreundlich betrachtet werden. Lediglich die Ozonbelastung ist höher, fällt aber wegen der saisonalen Verwendung der Pelletheizung kaum ins Gewicht.

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