Kassensturz – Wichtig vor der Hausplanung

Kassensturz – Wichtig vor der Hausplanung
© Fotolia / Klaus Eppele

Bevor sich angehende Hausbesitzer auf die Suche nach einer passenden Immobilie machen, steht ein Kassensturz an. Denn erst, nachdem man sich Klarheit und eine Übersicht über die persönlichen finanziellen Verhältnisse verschafft hat, lässt sich der Erwerb des erträumten Eigenheimes genau kalkulieren.

Da die Kreditfinanzierung einer Immobilie die Käufer meist über Jahrzehnte beschäftigt, benötigt sie ein stabiles Fundament. Denn während der Abzahlung des Eigenheimes wollen und sollen die angehenden Hausbesitzer auch notwendige Anschaffungen machen, Restaurants besuchen und in den Urlaub fahren können. Um Tilgungsraten und Lebensstandard abzustimmen, führt nichts an einer kritischen Betrachtung von Einnahmen und Ausgaben vorbei.

Einnahmen: Wie viel kommt rein?

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre regelmäßigen jährlichen Einkünfte auf der Habenseite. Neben dem Netto-Gehalt und der bisher gezahlten Miete zählen auch Kindergeld, Renten- oder Mieteinkünfte dazu. Gratifikationen, Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht zu den regelmäßigen Einkünften addiert.

Lebenshaltungskosten: Wie viel geht raus?

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die persönlichen Lebenshaltungskosten auf der Sollseite zu ermitteln. Die Ausgaben werden übrigens von den meisten Menschen notorisch unterschätzt. Als Grundlage können die Kontoauszüge der letzten ein bis zwei Kalenderjahre dienen. Sämtliche Kosten, die über den Zeitraum eines Jahres in die Lebenshaltung eingeflossen sind, müssen sorgfältig aufgelistet werden. Dazu gehören auch Autoreparaturen, Versicherungsbeiträge, Clubbeiträge und Zeitungsabonnements.

Haushaltsrechner helfen bei der Aufstellung aller Positionen. Teilen Sie den Gesamtbetrag durch zwölf, um den monatlichen Durchschnittswert zu ermitteln. Übrigens: So eine Übersicht ist auch eine hervorragende Gelegenheit, sich von Abos, Mitgliedschaften & Co. zu trennen, die Sie gar nicht mehr nutzen.

Wie viel Haus können Sie sich leisten?

Im nächsten Schritt stellen Sie Soll und Haben gegenüber. Der Durchschnittswert des monatlich verbleibenden Überschusses, der nach Abzug aller Ausgaben bleibt, ergibt die maximale Rate die als Darlehen pro Monat zurückgezahlt werden kann.

Da neben dem Immobilienerwerb zusätzliche und auch unvorhersehbare Kosten anfallen können – die Kaufnebenkosten etwa können bis zu zwölf Prozent betragen – raten Experten dazu, nicht die maximale mögliche Rate auszuschöpfen. Sinnvoll ist außerdem, eine Rücklage für mögliche Gehaltsausfälle zu bilden, damit die Raten in jedem Fall bedient werden können. 

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Nützliche Finanzierungsrechner finden Sie hier