Die Immobilienwirtschaft bezeichnet einen der größten Wirtschaftszweige, der im Grunde jeden betrifft. Denn jeder Mensch „wohnt“. So zählen zur Immobilienwirtschaft einerseits alle Mieter, Vermieter sowie Hauseigentümer als natürliche Personen. Andererseits bezieht der Begriff Immobilienwirtschaft auch zahlreiche Verbände und Vereine ein. Dazu gehören Immobilienverbände, Grundeigentümerverbände, Immobilienverwaltungen, Mieterschutzvereine, der Verband privater Bauherren, Maklerverbände – um nur einige zu nennen.

Die Immobilienwirtschaft bezeichnet also ein breites Feld, wobei finanzielle Aspekte wie Immobilien als Kapitalanlagen sowie Immobilienfonds in dieser Betrachtung vernachlässigt werden. Doch wie sieht es aktuell aus in der deutschen Immobilienwirtschaft und welche Verbände und Vereine sind die großen Player innerhalb der Immobilienwirtschaft und welche Rolle spielen die Berufsschulen (unser Partner in Hamburg: Handelsschule Schlankreye).
Eine der ganz großen Instanzen in der Immobilienwirtschaft ist der IVD, der Immobilienverband Deutschland. Laut jüngsten Entwicklungen erwarten die Experten des IVD für 2010 bundesweit steigende Mieten. Wer sich hingegen für den Erwerb von Eigentum entscheidet, hat bessere Karten. Denn wer sich nicht gerade für ein Stadthaus in einer der Großstädte und Metropolen entscheidet, kann in 2010 mit attraktiven Kaufpreisen rechnen. Eine weitere Entwicklung der deutschen Immobilienwirtschaft ist ein zunehmender Wohnungsmangel in deutschen Großstädten.
"Vermehrte Zuzüge in die Ballungsräume und ein Anstieg der Haushalte hinterlassen ihre Spuren. Miet- und Kaufpreissteigerungen sind die logische Folge", meint Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD Bundesverbands. Hier greift das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Denn die Immobilienwirtschaft kommt mit dem Neubau von Mietwohnungen innerhalb der Großstädte kaum nach. So bleibt den Zuziehenden kaum eine andere Möglichkeit, als auch überteuerte Wohnungsangebote zu akzeptieren. Die Aufgabe der staatlichen Immobilienwirtschaft wird also 2010 darin bestehen, neue Anreize für Neubauten zu schaffen.
Marktwert Einfamilienhäuser: Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser in Ballungsgebieten und Metropolen wie München, Stuttgart oder Frankfurt bewegen sich in Regionen von 380.000 bis 530.000 Euro. Dies bedeutet für die Immobilienwirtschaft nahezu kaum eine Veränderung, mit Ausnahme von München, wo der Preis im Gegensatz zum Vorjahr um etwa drei Prozent gestiegen ist. Anders sieht es in ländlichen Regionen aus, wo Häuser mit etwa 125m² Wohnfläche in mittlerer Lage und durchschnittlicher Ausstattung bei etwa 192.000 Euro liegen – Tendenz sinkend.
Marktwert Eigentumswohnungen Neubau: Die Preise für neugebaute Eigentumswohnungen befinden sich tendenziell auf einem ansteigenden Kurs. So stiegen die Preise in Großstädten innerhalb der vergangenen zwei Jahre um bis zu 2,5 Prozent p.a. Dies liege unter anderem daran, dass diese Neubauwohnungen vornehmlich eine wohlhabende Klientel mit dem Wunsch nach hochwertiger Lage und Ausstattung ansprechen. Der Bedarf an günstigeren Wohnungen für Familien und Alleinstehende werde hingegen kaum bedient.
Marktwert Eigentumswohnungen Bestand: Anders als bei neugebauten Objekten ist die Preisentwicklung bei Bestandswohnungen eher rückläufig. So kostet eine Wohnung mit drei Zimmern und einer Standardausstattung etwa 940 Euro / m², was knapp 2 Prozent unter dem Vorjahrespreis liegt. Wieder anders sieht es hingegen in den Großstädten aus. Hier werden Quadratmeterpreise von 1.236,- bis 1.850,- fällig, was wiederum eine Steigerung von etwa zwei bis drei Prozent entspricht.
Abschließend lässt sich also sagen, dass die deutsche Immobilienwirtschaft sich zunehmend weg von ländlichen Regionen hin zu den Ballungsräumen entwickelt und sich dieser Trend auch in den Preisen niederschlägt. Wer also günstig Eigentum erwerben möchte, sollte sich in ländlichen Gefilden umschauen.