Grundstückswert ermitteln: Der erste Weg führt ins Amt

Grundstückswert ermitteln© Superingo - Fotolia

Wer ein Grundstück kaufen oder verkaufen möchte, fragt sich in der Regel, ob der angesetzte Preis gerechtfertigt ist – bzw. welchen Preis er nehmen kann.

Erste Antworten gibt es beim Einblick in die Bodenrichtwertkarten in der Stadt- oder Gemeindeverwaltung vor Ort. Was darin zu lesen ist, hat ein Gutachterausschuss erarbeitet. Das unabhängige Gremium erstellt aus allen in seinem Zuständigkeitsbereich erzielten Immobilienpreisen eine Kaufpreissammlung und sorgt auf diese Weise für Vergleichbarkeit.

Doch ganz so einfach ist die Preisermittlung nicht: Der Wert eines Grundstücks kann je nach Art und Lage, Größe und Grundstückszuschnitt, Bodenbeschaffenheit und Baubeschränkungen stark variieren. Je ungünstiger ein Grundstück zugeschnitten ist (und umso schwieriger es bebaut werden kann), desto weniger ist es wert.

Andererseits ist manches Grundstück sehr viel kostbarer als der Umgebungs-Durchschnitt. In eng bebauten Innenstädten sind Eckgrundstücke beispeilsweise oft um ein Vielfaches wertvoller als Reihengrundstücke.

Wer angesichts dieser Feinheiten befürchtet, den Überblick zu verlieren, sollte den Rat eines Sachverständigen einholen. Doch Vorsicht: Selbst ein gutachterlich ermittelter Preis ist keine Garantie dafür, dass dieser am Ende erzielt wird. Letztlich entscheiden immer der aktuelle Immobilienmarkt und ein gewisses Verhandlungsgeschick.

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