Grenzbebauung: Was Sie beachten sollten

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Zwischen zwei aneinander grenzenden Gebäuden müssen mindestens drei Meter Platz sein – so ist es in den Bauordnungen der Länder festgelegt. Wollen Sie trotzdem direkt an eine Grundstücksgrenze bauen? Dann benötigen Sie wahrscheinlich die Genehmigung der Nachbarn und des Bauamtes.

Ausnahmen können sich durch die örtlichen Gegebenheiten und die jeweiligen Bauauflagen ergeben. Beispielsweise wenn das Nachbargrundstück bereits bis an die Grundstücksgrenze mit einem Haus bebaut ist, das mit einer Brandwand versehen wurde. In diesem Fall können Sie Ihr Haus auch bis zur Grenze bauen. Allerdings besteht eine so genannte Anbauverpflichtung – das heißt, Sie müssen sich an dem bereits bestehenden Gebäude orientieren.

Um Unannehmlichkeiten mit den Nachbarn zu vermeiden, ist es empfehlenswert, sich beim zuständigen Bauordnungsamt beraten zu lassen. Dort kann in schwierigen Fällen auch eine Bauvoranfrage eingereicht werden. Die geplante Baumaßnahme muss auf jeden Fall dem örtlichen Bebauungsplan entsprechen. Vor allem für Neubaugebiete aus den Jahren nach 1965 gibt es Bebauungspläne, die verschiedenste rechtliche Kriterien enthalten. Prüfen Sie deshalb, welcher Bebauungsplan besteht.

(Ein Hinweis: Unter der Bezeichnung „Innenbereich“ versteht man ein Grundstück innerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Zum „Außenbereich“ gehören Grundstücke, die außerhalb einer geschlossenen Ortschaft angesiedelt sind.)

Garage und Stellplatz

Was sollte bei der Grenzbebauung mit einem Stellplatz oder einer Garage beachtet werden? Vor allem bei einem Stellplatz ist die Rechtslage einfach: Er kann verfahrensfrei errichtet werden, solange er eine Grundfläche von höchstens 40 Quadratmetern aufweist und nicht nachträglich überdacht wird. Wenn Sie bestimmte Richtlinien beachten, können Sie auch eine Garage an der Grundstücksgrenze bauen. So darf die Wandhöhe der geplanten Garage maximal drei Meter betragen, während das Grundstück eine Fläche von bis zu 40 Quadratmetern aufweisen muss. Sobald diese Maße überschritten werden, benötigen Sie eine Baugenehmigung.

Schuppen und Gartenhaus

Für Schuppen und Gartenhäuser ohne Aufenthaltsraum und mit einer maximalen Wandhöhe von drei Metern benötigen Sie keine Genehmigung oder Zustimmung des Nachbarn. Berücksichtigen Sie aber, dass die Grenzbebauung an einer Seite 9 Meter und insgesamt 15 Meter nicht überschreitet. Am besten beziehen Sie Ihre Nachbarn mit ein und klären sie über die Baupläne vorher auf, um Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Um zukünftigen Eigentümern eines Grundstückes mit Grenzbebauung mögliche Streitigkeiten zu ersparen, kann man die Grenzbebauung im Grundbuchamt eintragen lassen.

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Gehen Sie auf Nummer sicher und sehen Sie sich den Bebauungsplan an

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