Gartentrends 2015

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Relaxen und die Freizeit genießen. Das Naturerlebnis ohne viel Aufwand direkt vor der heimischen Tür. Das sind die Garten-Trends 2015. Weniger ist mehr, heißt es deshalb bei der Gartengestaltung. Genauer: Weniger Pflanzen, mehr Freizeit. Für gärtnerische Erlebnisse sorgen kleine Einheiten von Nutzpflanzen, gern fast vergessene Sorten. Immonet hat die wichtigsten Trends zur Gartengestaltung, Pflanzen und Extras zusammengefasst. 

Gartentrends

Die Trends aus den Wohnwelten schwappen auch in die Gärten: Das gilt nicht nur für Gartenmöbel, sondern auch für die Gartengestaltung. Ob nun die Tendenz zu reduzierten Formen und zurückhaltenden Farben oder der immer noch angesagte Retrotrend, sie machen auch vor dem Garten nicht halt.

Trend 1: Entspannung für Auge und Seele

Der Garten als Fortsetzung des Salons. Dort will man wohnen, chillen, feiern und entspannen, nicht aber schuften. Deshalb sind Gärten gefragt, die wenig Aufwand machen. Einrichten statt dauernd pflegen, ist da angesagt.

„Die Menschen möchten in den Gärten vermehrt Ruhe und Entspannung nach einem harten Arbeitstag finden“, sagt der Landschaftsgärtner Mathias Forster. Dazu gehört, dass die Grünanlagen möglichst wenig Arbeit machen sollen. Aber auch das Auge soll entspannen: Statt vieler Reize bietet sich ihm eine ruhige Landschaft.
Wenig Aufwand und viel Effekt: Zur formalen Gestaltung tragen Beete bei, die in Rautenform angelegt werden. Große Grünflächen, wohnliche Holzterrassen und breite Weg im Garten werden ergänzt durch Ecken mit Nutz- oder Zierpflanzen.

Bereits seit einigen Jahren liegen Gräser im Trend. Das setzt sich 2015 fort. Sie sind unkompliziert in der Pflege, robust und machen tatsächlich einiges her. Dank der steigenden Nachfrage wird auch die Sortenvielfalt immer größer: Das Lampenputzergras macht ähnlich der Gerste mit langen Ähren auf sich aufmerksam. Die Rutenhirse, Panicum virgatum, sieht Forster verstärkt im Kommen. Sie ist in verschiedenen Zuchtformen zu haben.

Diese bieten teils eine sich im Laufe des Jahres wandelnde Farbenpracht: Northwind etwa wechselt zwischen Grün, Stahlblau und verfärbt sich im Herbst rotbraun. Zudem ist es selbst bei starkem Regen standfest, als Präriegras kommt es aber mit wenig Wasser aus.

„Selbst auf Balkon und Terrasse sieht dieses Gras gut aus und lässt sich zum Beispiel sehr gut mit Verbenen kombinieren. Deren bunte Blüten locken viele Schmetterlinge an“, erklärt Forster.

Fertiglösungen sind im Kommen

In Zeiten, in denen das Häuschen nicht mehr für die nächsten Generationen erbaut, sondern vielleicht nur für ein paar Jahre bezogen wird, werden Gärten nicht mehr auf Jahre hinaus geplant. Schnelle Lösungen, die Ergebnisse schaffen, sind gefragt. „Gartenbesitzer wünschen sich bei der Gestaltung zunehmend eine bereits fertige Szenerie. Statt jahrelang dabei zuzusehen, wie Bäume wachsen und Pflanzen sich entwickeln, werden Fertiglösungen verlangt“, berichtet Forster.

Bäume pflanzt man direkt in beeindruckenden Größen von acht Metern. Statt einzelner Heckenpflanzen, die sich erst innerhalb von Jahren zu einer dichten Mauer entwickeln, gewinnen vorgezogene Heckenelemente an Bedeutung auf dem Markt. Solitärstauden werden vorgezogen und Gräser in größeren Bündeln verkauft und gepflanzt.  

Trend: Retro und alte Nutzpflanzen

Der Trend zu Vintage und nostalgischen Momenten  findet im Garten seine Entsprechung unter anderem in der Wiederentdeckung alter Sorten: Vor allem wenn es um Nutzpflanzen geht, stehen alte Gemüsepflanzen, die selbst Großmutter fast vergessen hat, wieder hoch im Kurs.

Quitten, Pastinaken, seltene Kartoffelsorten oder Bohnen sind wieder im Kommen. Auf der einen Seite ist da der Gedanke der Arterhaltung, der hier eine Rolle spielt. Auf der anderen Seite kann man so eben auch eine Spur Individualität und Exotik ins heimische Grün bringen.

Außerdem gehören Kräuter, Tomatenstauden oder Naschobst und –gemüse immer öfter in den Garten. Wer es klein und experimentell mag, wagt sich an Chilis, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch eine starke Wirkung in der Küche hinterlassen. Selbstversorgung spielt insgesamt eine untergeordnete Rolle, es geht schon eher um Entschleunigung. Das Ziel: Das Erlebnis Gärtnern erhalten und auch den Kindern nahe bringen. Und der Zeitraum lässt sich gut überblicken: Innerhalb einer Saison wächst etwas heran. Im nächsten Jahr können die Pflanzen schon wieder ausgetauscht werden.

Originalität, die Nähe zur Natur, die Idee der Nachhaltigkeit und des gesunden und qualitativ hochwertigen Lebens spielen eine immer größere Rolle und spiegeln sich in diesem Gartentrend wieder.  Und das wiederspricht keineswegs dem Trend zu weniger Arbeit, sondern wird oft als Ergänzung verstanden.

Upcycling

Nutzpflanzen machen selten einen großen Teil der Gärten aus. Für sie werden aber selbst in reduziert angelegten Gärten ein, zwei Ecken reserviert, auch gern auf der Terrasse oder direkt in Hängegärten beziehungsweise an Rankhilfen, die  direkt an der Hauswand angebracht sind.

Gepflanzt wird mittlerweile auch im Garten nicht unbedingt ins große Beet, sondern in Töpfe, Kübel und alte Gefäße. Und hier ist schon der nächste Trend: Upcycling. Was nichts anderes heißt, als dass aus alten Dingen, neue schöne Lösungen entstehen. Sie werden individuell gestaltet oder bearbeitet und sollen vor allem hübsch anzusehen sein.

Die Natur in die eigene Lebenswelt holen

Ebenfalls immer häufiger in deutschen Gärten anzutreffen sind Hochbeete. Dort wachsen die Pflanzen in Hüfthöhe und  sind für die Hobbygärtner leicht zu bearbeiten, ohne die oft mit Gartenarbeit einhergehenden Rückenschmerzen. So lassen sich nicht nur für gestresste Großstadtgärtner Naturerlebnis und Komfort in ein ansprechendes Verhältnis bringen. 

Der Wunsch auch im Vorstadt-Garten ein echtes Naturerlebnis zu schaffen, wird auch vom Handel bedient: Vogelhäuschen war gestern. Heute werden Igelhäuser ebenso angeboten wie Fledermauskästen oder Insektenhotels. Wer es richtig authentisch möchte, baut selbst. Immer dabei: die Hoffnung, dass die Gäste den Weg in den Garten finden.

Und die Blumen?

Ganz sind sie eben doch noch nicht verschwunden und finden auch weiter ihre Liebhaber. Zwar sind üppige, wilde Pflanzungen in neuen Vorortsiedlungen selten anzutreffen, aber ganz auf blühende Inseln muss man nicht verzichten. Bei den Pflanzenfarben liegt Weiß 2015 voll im Trend. Wer es bunter mag setzt auf Orange, Gelb und Rot als Ergänzung.

Noch recht neu: eine bunte und wilde Mischung aus verschiedenartigen Pflanzen auf kleinem Raum. Ringelblumen, Tagetes und der Phlox kehren zurück. Eine Reminiszenz an ausufernde, romantische Bauerngärten und vielleicht der erste Schritt in Richtung Wiederentdeckung.  

Urlaub im eigenen Garten

Wo die großen Gartenflächen immer gleichförmiger werden, wächst ein vermehrtes Bedürfnis nach Individualität. Viele Gartenbesitzer wünschen sich eine persönlich gestaltete Ecke in ihrem Garten. Das geht auch ganz ohne grünen Daumen. Einzelne Zonen werden dann zur Leseecke oder zur speziellen Insel und nach individuellen Vorstellungen angelegt.

„Der Garten als Urlaubsort oder als Erinnerung an diesen hat sich schon durchgesetzt und ist keine Seltenheit mehr“, sagt Forster. Das heimische Stückchen Land darf dann auch schon mal an die letzten Ferien an der See erinnern. Das ist leicht umzusetzen: ein Strandkorb, Kies und Sand für eine kleine Dünenlandschaft und wenige Pflanzen, die an der Küste heimisch sind oder zumindest an die dortige Flora erinnern. 

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