Energieeffizienz: Erst investieren, dann sparen

Der Begriff Energieeffizienz ist in aller Munde. Doch was steckt dahinter und wie können Mieter und Vermieter gemeinsam an einem Strang ziehen?

Klimaschutz sowie Energieeffizienz sind bei deutschen Bürgern hoch im Kurs. Dies ergab eine Studie, die das Institut für Demoskopie Allensbach für den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie durchgeführt hat. Demnach plant jeder achte Bundesbürger, in den nächsten fünf Jahren ein Haus zu bauen oder größere Umbauten bzw. Renovierungen im eigenen Haus durchzuführen. Ein großer Markt mit Hemmnissen in der Umsetzung. Die „energetische Aufrüstung“ inklusive höherer Energieeffizienz gibt es nämlich nicht zum Nulltarif. Allein bei Bestandsimmobilien gelten weit über zwei Drittel als sanierungsbedürftig.

Energieeffizienz: Thema für Mieter und Vermieter

Eine weitere Umfragezahl lässt aufhorchen. Über 50 Prozent der Deutschen sind dafür, dass sich Mieter und Vermieter die Kosten für Modernisierungen zur Steigerung der Energieeffizienz teilen. Schließlich profitieren beide Parteien von niedrigen Wohnnebenkosten und dem Klimaschutz. Unklar ist aber noch, wie das Kostenteilungsmodell funktionieren soll. Eine Reform des Mietrechts würde helfen, sagen insbesondere Vermieterverbände.

Mietreform im Zeichen der Energieeffizienz

Wenn sich Mieter und Vermieter die Vorteile der Sanierung teilen und sichere Standards im Sinne einer Warmmieteneutralität schaffen, ist beiden Seiten gedient“, ist von Bausparkassen zu hören. Theoretisch ist das mittels Mieterhöhung um elf Prozent wiederholt möglich. Sie darf jedoch nicht 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Das ist ein Problem in Regionen mit niedrigen Mieten und viel Leerstand. Daher wird die Forderung nach einer Liberalisierung des Mietrechts lauter. So kritisiert das Institut der deutschen Wirtschaft, dass sich Einsparungen bei Heizkosten noch nicht in der Kaltmiete niederschlagen. Würde die Warmmiete als Bezugsgröße dienen, könnten deutlich mehr Investitionen angestoßen werden.

Energieeffizienz im Mietspiegel aufführen

Der Mieterverein Hamburg kann sich vorstellen, dass die Energieeffizienz als zusätzliches Kriterium in den Mietspiegel aufgenommen wird und gute Werte so zu einer höheren Miete führen. Einig ist man sich auch darin, dass engagierte Hausbesitzer staatliche Unterstützung verdienen. 27 000 Hausbesitzer erhielten 2007 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse für Ökoheizungen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bewilligte im ersten Quartal 2008 40 Prozent mehr Kredite als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres.

Teil 1: Energieeffizienz - erst investieren, dann sparen

Teil 2: Sanierung wird gefördert

    Premium-Partner: Viessmann
    climate of innovation

    Sie können lange über die Zukunftssicherheit Ihrer Heizung nachdenken. Oder sie einfach auf Zukunft schalten.

    Premium-Partner: Viessmann