Energieeffizienz: Erst investieren, dann sparen (Teil 2)

Sanierung wird gefördert

Insgesamt sind die Förderprogramme zur Sanierung zumindest bei Vermietern allerdings kaum bekannt. Nur etwa 5 Prozent nutzen sie. Was nach Aussage der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund auch daran liegt, dass die Förderung für die Sanierung an der Praxis vorbeigehe. Häufig müssten zwei
oder drei Maßnahmen zur Sanierung, wie Fenstereinbau und Fassadendämmung, gleichzeitig realisiert werden, um Mittel in Anspruch nehmen zu können. Das sei aber in den meisten Fällen finanziell von den Eigentümern nicht darstellbar.

Handlungsdruck zur Sanierung steigt

Der Druck, zu sanieren, um Energie zu sparen, ist groß. Wer neu baut, kommt bei entsprechenden Sparmodellen am Passivhausstandard kaum vorbei. Das schont zumindest im Nachhinein bei den sicherlich langfristig weiter ansteigenden Nebenkosten für Wärme und Strom das Portemonnaie. Und ist beim möglichen Verkauf nach Ende der Spekulationsfrist – Stichwort Energieausweis – auch gesetzlich gefordert, und dient nicht nur der Werthaltigkeit der eigenen Immobilie. Transparenz in der Darstellung der Energieverbrauchszahlen ist heutzutage für Vermieter und Verkäufer oberstes Gebot.

Wie zahlt sich die Sanierung aus?

Kann der Vermieter oder Verkäufer einen sparsamen Energieverbrauch nachweisen, darf sich das zumindest in Teilen in einer höheren Kaltmiete oder dem höheren Verkaufspreis niederschlagen. Am Beispiel eines durchschnittlichen Einfamilienhauses Baujahr 1970 mit 150 qm Wohnfläche lässt sich der Vorteil für Mieter oder Käufer gut darstellen. Unsaniert verbraucht das Haus 4.500 Liter Heizöl pro Jahr, bei derzeit 90 Cent pro Liter Öl also 4.050 Euro. Nach einer Sanierung auf Neubaustandard reduzieren sich die Nebenkosten um 2.430 Euro jährlich. Die Kosten für eine solche Sanierung liegen für den Hausbesitzer nach Aussage der Deutschen Energieagentur (dena) bei gut 43.000 Euro. Diese Investition macht sich bei Verkauf oder Vermietung für ihn bezahlt.