Öl-Brennwerttechnik lässt sich sehr gut mit regenerativen Energieträgern kombinieren. So kann neben einer Solaranlage auch ein Holzkaminofen in das Heizsystem integriert werden.

Im Sommer übernimmt die Solaranlage einen Großteil der Wärmeversorgung und wird in der Übergangszeit vom Holzkaminofen unterstützt. Das Öl-Brennwertgerät schaltet sich nur hinzu, wenn der Kaminofen und die Sonne nicht genügend Wärme zur Verfügung stellen.
In einem Einfamilienhaus am Bodensee konnte der Heizölbedarf dank einer solchen Hybrid-Heizung und einer energetischen Sanierung um rund 70 Prozent gesenkt werden. Der Jahresverbrauch liegt nun bei weniger als sechs Litern je Quadratmeter. Damit unterbietet das 1987 errichtete Haus sogar das Niveau eines vergleichbaren Neubaus nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007).

Wenn Sie Ihr Gebäude energetisch modernisieren, können Sie ab sofort eine attraktive Förderung als „Energie-Gewinner“ einstreichen. Die Fördersumme berechnet sich nach einem einfachen Prinzip: Je höher die Energieeinsparung, desto höher der Zuschuss.
Den Großteil der Energieeinsparung erwirtschaftet ein Öl-Brennwertgerät, das einen 22 Jahre alten Heizkessel ersetzt hat. Zusätzlich wurde eine 16 Quadratmeter große Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung eingebaut. Und nach der Installation eines Wärmetauschers konnte auch der vorhandene Holzkaminofen in das Heizsystem eingebunden werden. So gibt der Kaminofen nicht nur Strahlungswärme in den Wohnraum ab, sondern trägt auch zur Wärmeversorgung des gesamten Gebäudes bei.

Zentrales Element einer Hybrid-Heizung ist ein Pufferspeicher. Hier wird die von Holzkaminofen, Solaranlage und Brennwertgerät erzeugte Wärme bevorratet. An diese Wärmezentrale können sogar die Geschirrspül- und die Waschmaschine angeschlossen werden. So wird das benötigte Warmwasser wesentlich preisgünstiger erzeugt als bei einer Aufheizung mit Strom. Insgesamt decken die beiden regenerativen Energieträger Sonne und Holz in dem Vier-Personen-Haushalt ungefähr 35 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs.
Neben der Heizungsmodernisierung wurden einige energetische Optimierungen am Gebäude durchgeführt. So wurden die Rolladenkästen zur Vermeidung von Kältebrücken nach außen verlegt. Die Fenster erhielten eine Dreifach-Wärmeschutzverglasung und die Decke der unbeheizten Kellerräume wurde isoliert.
Auch die ehemals 4.500 Liter fassende Tankanlage wurde aufgrund des deutlich geringeren Energiebedarfs verkleinert. Drei doppelwandige Kunststoffbehälter mit einem Volumen von insgesamt 3.000 Litern ermöglichen als Langzeit-Energiespeicher nun eine Bevorratung für drei Jahre.