So finden Sie den idealen Fußboden

So finden Sie den idealen Fußboden
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Parkett, Teppich oder doch Laminat? Wer seinen Boden gestalten will, hat heute die Qual der Wahl. Hier finden Sie Tipps, die Ihnen bei der Entscheidung helfen. Am Anfang steht die Überlegung, welchem Zweck das Zimmer dienen soll und was der Boden aushalten muss. Im Kinderzimmer sollte er zum Beispiel vor allem robust sein, während im Schlafzimmer die Fußwärme im Vordergrund steht. Jeder Bodenbelag kann mit besonderen Qualitäten punkten.

Holz-Dielen schaffen Atmosphäre

Früher hat man am liebsten Teppich darüber geklebt. Heute erfreuen sich Dielen großer Beliebtheit, denn sie wirken wohnlich und gemütlich. Die Vorteile: Sie sind robust, nass abwischbar und lassen einen Raum größer und heller wirken. Außerdem isolieren sie gut und fühlen sich warm an. Sind die Holzstreben zerkratzt und speckig, können sie einfach abgeschliffen werden. Das bringt jedoch auch viel Arbeit mit sich: Das Abschleifen und Lasieren kostet Zeit und Kraft – oder die Hilfe eines Fachmanns. Wer selbst zum Schleifer greift, sollte darauf achten, keinesfalls zu viel weg zu schleifen – Konsequenz könnte nämlich sein, dass der Boden komplett neu mit Dielen bestückt werden muss. Dielen aus Massivholz sind ein relativ teurer Belag – mit ca. 50 Euro/Quadratmeter aufwärts muss man rechnen. Dafür ist der Belag sehr langlebig und lässt sich mehrfach aufarbeiten.

Was ist besser – Parkett oder Laminat?

Parkett gilt als wirtschaftlichste Lösung. Zwar ist die Anschaffung im Vergleich zu Laminat teuer, doch mit einer Haltbarkeit von vielen Jahrzehnten ist dieser Boden praktisch unschlagbar. Außerdem trägt der Holz-Boden zu einem guten Raumklima bei. Fertigparkett lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst verlegen. Wer allerdings öfter mal Möbel verschiebt, muss damit rechnen, dass sich Kratzspuren auf dem Belag zeigen. Massivparkett lässt sich durch Abschleifen jedoch ebenfalls mehrfach aufbereiten. Da lohnt sich auch eine Investition von mindestens 30 Euro pro Quadratmeter.

Günstiger, aber auch kurzlebiger als Parkett ist Laminat. Der Boden wirkt zwar wie Parkett, besteht aber aus Kunststoff – entsprechend kühl fühlt er sich unter den Sohlen an. Dafür ist die Oberfläche allerdings sehr strapazierfähig – für Kinderzimmer oder im Flur macht sich der Bodenbelag daher gut. Und auch Allergiker wissen das harte Material zu schätzen, denn Staub und Mikroorganismen können nicht eindringen. Weil er kostengünstig (schon ab zehn Euro/Quadratmeter) und als Klick-Variante einfach zu verlegen ist, kann man den Belag auch einfach mal austauschen.

Teppich ist nicht für Jeden etwas

Sie schaffen Gemütlichkeit, schlucken Schall und dämmen, nutzen sich jedoch schnell ab und sind unter Umständen ein Paradies für Staubmilben. Ob Teppichböden sich für Allergiker eignen ist umstritten: Denn einerseits nisten sich in den Material schnell allergieauslösende Partikel ein. Das kann jedoch auch die Belastung in der Luft – z.B. durch Feinstaub – mindern. Das ist jedenfalls Ergebnis eine Studie der Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik (GUI). Allergiker verlassen sich am besten auf ihre eigenen Erfahrungen mit dem Bodenbelag. Auch im Kinderzimmer kann Teppich problematisch sein, denn ausgekippte Flüssigkeiten lassen sich nur mit großem Aufwand vom Boden entfernen.

Kork hat in den vergangenen Jahren eine Renaissance als Bodenbelag erfahren, denn das Material hat eine gute Öko-Bilanz ist warm und weich unter den Füßen. Mit der richtigen Versiegelung und Pflege leistet der Belag viele Jahre gute Dienste.

Umbauten in einer Mietwohnung

Sie wohnen in einer Mietwohnung? Dann achten Sie darauf, mit Ihren Umbauten den ursprünglichen Boden nicht zu beschädigen und beispielsweise für Teppichböden nur wasserlöslichen Kleber zu verwenden. Sie wollen lieber Laminat statt Teppich haben? Dann sprechen Sie am besten mit Ihrem Vermieter. Vielleicht beteiligt er sich ja an den Kosten für einen neuen Bodenbelag.

Bei manchen Böden muss auch rechtzeitig daran gedacht werden, den Abstand zur Türunterkante im Auge zu behalten, damit sie auch nach der Verlegung noch richtig schließen. Gegebenenfalls müssen die Türen gekürzt werden, was recht aufwändig ist und nicht ohne Absprache mit dem Vermieter passieren sollte.

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