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Mit Biomasse klimafreundlich heizen

Durch steigende Preise für fossile Energieträger wie Öl und Gas und dank verbesserter Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit der Anlagen, lohnt sich der Umbau der heimischen Zentralheizung auf Biomasse zunehmend. Insbesondere Holzpelletsanlagen erfreuen sich großer Beliebtheit beim emissionsarmen Heizen mit Biomasse.

Deutschlands Haushalte heizen bereits zu 20% mit Scheitholz, Briketts, Hackschnitzeln oder Pellets. Der größte Teil davon entfällt auf Hilfsheizungen wie Karminöfen oder Kachelöfen, die lediglich einzelne Wohnräume beheizen. Immer mehr Haushalte setzen aber zum Heizen und Warmwasser-Gebrauch inzwischen vollständig auf eine Holzzentralheizung. Neben Holzvergaserzentralheizung, Pelletzentralheizung oder Hackschnitzelheizung sind Biomasse-Hybridöfen ganz neu auf dem Markt. Sie können mit unterschiedlichen Brennstoffen befeuert werden.

Holz verbrennt CO2-neutral

Heizt man mit Holz, wird nur die Menge an Kohlendioxid freigesetzt, die der Baum vorher während seines Wachstums aufgenommen hat. Nicht mehr als fünf Prozent der im Holz enthaltenen Energie geht bei der Verarbeitung zu Pellets verloren. Damit glänzt Holz mit einer günstigen Umweltbilanz.

Mit Biomasse günstig hiezen

Das wachsende Interesse am Heizen mit Biomasse hat seinen Grund. Pellets sind kostengünstiger als Heizöl oder Erdgas. Aktuell kostet das Heizen mit dem fossilen Brennträger Öl in etwa doppelt so viel wie der Heizbetrieb mit Holzpellets. Der Heizwert der Pellets beträgt ungefähr 5 kWh je Kilogramm, was etwa dem Heizwert eines halben Liters Heizöl entspricht.

Heizungsanlagen auf Biomasse umrüsten

Das Umrüsten der Zentralheizung zum Heizen mit Biomasse kann bis zu 10.000 Euro je Anlage kosten. Daher werden Biomasse-Heizanlagen von der Förderbank KfW mit zinsgünstigen Darlehensprogrammen unterstützt. Nicht nur für Neubauten wird die Biomasse-Heizanlage dadurch attraktiv, auch für Modernisierer gibt es Programme zur Erneuerung von Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien. Zuschüsse werden ausschließlich für Anlagen mit einer Wärmeleistung von mindestens acht und maximal 100 Kilowatt gewährt. Zudem muss der Kesselwirkungsgrad mindestens 90 Prozent betragen.

Biomasse - was brennt denn da?

Brennstoffe aus Biomasse, die sich zur Verbrennung nutzen lassen:

  • Holzpellets sind kleine Presslinge aus naturbelassenem Holz, die aus Säge-und Hobelspänen bestehen.
  • Holzhackschnitzel sind zerkleinerte Resthölzer aus Sägewerken und Forstabfällen.
  • Strohpellets bestehen aus gehäkseltem befeuchtetem Stroh, das gärungsfrei in Pelletsform gepresst wird.
  • Rapspresskuchen entstehen durch mechanisches Pressen der Saat bei der Rapsölgewinnung.
  • Getreide oder Halmgut mit geringer Feuchtigkeit wie Gerste, Roggen oder Weizen sind als Brennstoff geeignet.

Zur Versorgung mit Brennmaterial müssen Sie nicht mit Motorsäge, Axt und Schubkarre bewaffnet im Wald umherirren - Holzpellets werden wie Heizöl bequem im Tankwagen angeliefert. Bei modernen Biomasse-Heizkesseln wird der Brennstoff dann automatisch nach Bedarf per Förderschnecke in den Brennraum transportiert.

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