Bausparen wurde im Jahr 2008 mit knapp 31 Milliarden Euro gefördert und verzeichnet somit einen neuen Rekord. Gleichzeitig blüht auch das Neugeschäft der 15 Mitgliedsinstitute des Verbandes Privater Bausparkassen – mit 62,8 Milliarden Euro melden diese das zweitbeste Abschlussjahr in der 60-jährigen Geschichte des Verbandes. Auch für 2009 zeigen sich die Mitglieder zuversichtlich, dass das Bausparen weiterhin eine positive Entwicklung durchmachen wird.

Fürs Bausparen wurden 2008 Baugelder in Höhe von knapp 31 Milliarden Euro ausgeschüttet, die hauptsächlich für den Bau, Kauf und die Modernisierung von Wohneigentum genutzt werden. Diese Zahlen entsprechen einem Plus von rund 18 Prozent gegenüber 2007 und stellen einen neuen Rekord in der Geschichte des Verbandes dar. „Die Bausparer leisten damit einen erheblichen Beitrag zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Bauindustrie und im Handwerk“, betont Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes.
Dass beim Bausparen keine Rede von Kreditklemme oder gar Krise sein kann, zeigen die rund 2,4 Millionen Neuverträge, die bei den privaten Bausparkassen abgeschlossen wurden. Zum Vergleich: Dies waren 15,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bausparsumme dieser Bausparverträge beträgt rund 62,8 Milliarden Euro, was ebenfalls eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet – in diesem Fall um 10,6 Prozent.
„Die Sicherheit des Bausparens“, so der Vorstandsvorsitzende Zehnder, „steht bei den Sparern hoch im Kurs. Sie haben genug von Produkten, die nur eine schnelle Rendite versprechen.“ Allerdings müsse man auch bedenken, dass durch die Änderungen in Bezug auf die Wohnungsbauprämie ein zusätzlicher Anreiz geschaffen wurde, sich noch im Jahr 2008 einen Vertrag zu sichern. Das Bausparen sei unter anderem daher so attraktiv, weil es dem Bausparer eine kapitalmarktunabhängige Zinsgarantie biete. Dies gebe insbesondere in der heutigen Zeit ein Gefühl der Sicherheit.
Seit 2008 bietet der Staat allen Bausparern die Möglichkeit, einen Riestervertrag für die Bildung von Wohneigentum abzuschließen – das so genannte Wohn-Riester. Diese Neuerung weckt bei vielen Sparern zusätzliches Interesse, sich die Förderungen beim Bausparen nicht entgehen zu lassen: „Jeder, der jetzt baut oder irgendwann einmal vorhat zu bauen, wird nach dem Wohn-Riester fragen“, ist sich Bauspar-Experte Zehnder sicher. Die neue Förderung unterstützt Bauwillige dabei, ihre Kreditlast erheblich besser bewältigen zu können und ist ein weiterer guter Grund fürs Bausparen.
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