Erste Schritte auf dem Weg zum eigenen Haus
Bevor es an den Hausbau geht, sollte man Gedanken über die eigenen Wohnbedürfnisse machen. Vor dem Start in die eigenen vier Wände und dem Grundstückskauf sind zudem zahlreiche baurechtliche Formalien einzuhalten. Darunter fallen der Bebauungsplan, der Bauantrag und die Baugenehmigung.
Ein Haus zum Wohlfühlen
Setzen Sie sich zunächst damit auseinander, wie die Räume Ihres Hauses aufgeteilt werden sollen. Wer die Gesellschaft von Freunden und Bekannten schätzt, muss sich überlegen, ob er außerhalb des Stadtkerns bauen möchte. Ein spontaner Besuch fällt im Zentrum leichter. Familien finden am Stadtrand ideale Verhältnisse, weil Grundstücke hier kostengünstiger sind und meist mehr Gartenfläche vorhanden ist.
Außerdem sollten sich Eigenheimbesitzer vor dem Bau fragen, wie viel Raum sie benötigen. Wer den turbulenten Familienalltag liebt, kann Räume wie Küche, Ess- und Wohnzimmer fließend ineinander übergehend planen. Der Bau eines Bungalows bietet sich an, wenn ein Familienmitglied keine Treppen steigen kann. Benötigen Sie viel Ruhe, ist ein mehrgeschossiges Haus von Vorteil.
Angesichts steigender Heizkosten sollten Sie darauf achten, dass beim Bau neuste energietechnische Standards erfüllt werden. Dazu gehören gut isolierte Wände, Fenster und Türen. Durch einen Wärmetauscher kann Abluft sowie Abwasser Restwärme entzogen und zurück in den Heizkreislauf des Hauses gebracht werden. Energie spart auch eine Photovoltaikanlage, die zur Stromgewinnung beiträgt. Eine Solaranlage kann zur Warmwasseraufbereitung und zur Wärmegewinnung für die Heizung genutzt werden. Die Investitionen erscheinen auf den ersten Blick hoch, lassen sich aber durch die Energiekosteneinsparung wieder ausgleichen. Erkundigen Sie sich nach Fördermöglichkeiten vom Staat.
Tipp: Planen Sie schon im Vorfeld fürs Alter: Bereits beim Bauen lassen sich einige Aspekte miteinbeziehen, die einen späteren Umbau erleichtern. Dazu gehören altersgerechte Treppengeländer, eine ebenerdige Dusche und Türen, die breit genug für einen Rollstuhl sind.
Stilbewußt bauen
Zu guter Letzt soll das neue Haus die Bewohner repräsentieren. Daher ist es wichtig, sich zu überlegen, welche Außenfassade das Haus haben soll und welche Baumaterialien man nutzen will. Viele Hausbauer sind vom nachwachsenden Rohstoff Holz überzeugt und dämmen mit biologischen Stoffen wie Schafwolle, Flachs oder Hanf. Manche nutzen die Vorteile, die moderne Tonziegel bieten, andere wünschen sich ihr Dach mit glänzendem Schiefer gedeckt. Zudem müssen Sie entscheiden, ob Sie ein Haus mit klassisch weißem Putz, ein regionaltypisches Reetdachhaus oder ein modern interpretiertes Fachwerkhaus bauen möchten. Wichtig ist, dass Ihr Stil getroffen wird.
Checkliste: Was Sie vor dem Bau unbedingt beachten sollten
- Die Planungshoheit liegt in den Händen der Städten / Gemeinden. Vor dem Grundstückskauf ist der Weg zum Amtsgericht und dem Bauamt daher Pflicht. Um nicht in unklare Grundstücks-Rechtsverhältnisse zu geraten, ist der Einblick in das örtliche Grundbuch unerlässlich. Das ist zunehmend auch in elektronischer Form vorhanden. Im Grundbuch finden sich Informationen über die Eigentümer, Miteigentumsanteile mehrerer Eigentümer sowie deren Gemeinschaftsverhältnis (wie Erben- oder Gütergemeinschaft). Im Grundbuch notiert sind zudem Aussagen zu Belastungen des Grundstücks wie zum Beispiel das Wegerechte Dritter. Oder auch Vormerkungen. Die Informationen sind für Bauherren verbindlich.
- Werfen Sie unbedingt einen Blick auf den Bebauungsplan. Der ist bei Gemeindevertretern oder im Bauamt einzusehen. Der Plan regelt die Art und Weise der Bebauung von parzellierten Grundstücken und die Nutzung der frei zu haltenden Flächen.
- Denken Sie daran, einen Bauantrag zu stellen.
- Schließen Sie die nötigen Bauversicherungen ab.































