Barrierefreies Wohnen wird gefördert

Der demografische Wandel in Deutschland hat großen Einfluss auf das Bauen und Wohnen in naher Zukunft. Bis 2050 wird der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von derzeit 20 Prozent auf 33 Prozent steigen.

„Angesichts dieser Entwicklung ist barrierefreies Wohnen zu einem großen Thema geworden“, so der Architekt Frank Opper. Ein Umdenken findet statt, und das generationenübergreifend. „Schwellenlose Bäder und Hauseingänge bieten Komfort für jedes Alter", betont Opper weiter.

Der aktuelle Immonet-Tipp: Zum April 2009 ist ein neues Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgelegt worden. Ziel ist unter anderem, dass Senioren möglichst lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden bleiben können und  beim Umbau entsprechend barrierearmer Wohnungen unterstützt werden.

Mit dem KfW-Programm "Altengerecht Umbauen", das als Förderfenster im KfW- Programm "Wohnraum Modernisieren" durch die KfW Förderbank umgesetzt wird, sollen 80 Mio. Euro für zinsverbilligte Kredite im Jahr 2009 für Selbstnutzer und Vermieter zur Verfügung gestellt werden. Für die Jahre 2010/2011 ist eine Verstetigung des Programms mindestens auf gleichem Niveau vorgesehen.
Insgesamt werde damit ein Investitionsvolumen von etwa 600 Mio. Euro ausgelöst, heißt es von der Bundesregierung. Die Rede ist von Darlehen bis 50.000 Euro pro Wohneinheit. Nicht nur barriere-reduzierende Umbauten in der Wohnung oder im Haus werden finanziert, sondern auch Verbesserungen im Wohnumfeld - beispielsweise die Einrichtung von Stellplätzen oder die barrierefreie oder barrierereduzierte Erreichbarkeit von Entsorgungseinrichtungen. Auch Wohnflächenerweiterungen oder der Anbau von Aufzugstürmen kann gefördert werden.

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